Drastisch: Aus steht bevor bei Rewe und Penny – „Nach Jahren“

Ein Rewe-Markt von Außen.
Symbolbild © istockphoto/tupungato

Rewe und Penny planen einen drastischen Schritt, mit dem bisher kein Kunde gerechnet hat.

Rewe arbeitet seit 2014 mit dem Bonusprogramm-Partner Payback. 2016 kam auch Penny zu Payback. Die Kunden sammeln mit jeder Bezahlung Punkte und können sie zu einem späteren Zeitpunkt gegen Prämien eintauschen.

Alternativ ist es möglich, mit den Punkten beim nächsten Mal zu bezahlen oder diese gegen einen geldwerten Vorteil oder Rabatt einzutauschen.

Payback als erfolgreiches Bonusprogramm in Deutschland

Ergebnissen von Statista zufolge nehmen in Deutschland 30 Millionen Nutzer beim Payback-Programm teil. Das Punktesammeln beschränkt sich nicht nur auf Penny und Rewe, auch viele andere Einzelhandelsketten sind dabei, wie zum Beispiel Thalia oder Fressnapf.

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Aktuelle Verhandlungen über die Zusammenarbeit am Laufen

Auf Nachfrage der Lebensmittelzeitung befinden sich Rewe und Payback laut eigener Aussage in Verhandlung mit Payback. Offiziell heißt es, dass man die Zusammenarbeit fortsetzen möchte. Die Gerüchteküche brodelt und behauptet etwas anderes.

Die Ursache für ein drohendes Ende lässt sich auf den ersten Blick nicht erahnen. Die Supermärkte müssen bei Payback wohl Informationen und Daten der Kunden zusätzlich einkaufen.

Payback berechnet dafür circa 1 Prozent des über die Karte abgewickelten Umsatzes. Für Penny und Rewe belaufen sich die Kosten wohl auf Minimum 150 Millionen Euro.

Eigene Bonusprogramme im Vormarsch

Aus diesem Grund soll die REWE-Group ein eigenes Bonusprogramm planen, mit dem sich die Kosten auf lange Sicht minimieren lassen. Seit 2021 gibt es zum Beispiel eine Kaufland-Card der Schwarz Gruppe. Mit Lidl-Plus hat der Discounter eine eigene App entwickelt und verbindet damit günstige Angebote, Rabatte und Aktionen.

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Netto und Edeka haben sich für die Kooperation mit der Deutschland-Card entschieden. Ausgenommen bei Aldi, gibt es für Payback wenig bis gar keine Alternativen, wenn es sich um den Lebensmittelhandel dreht.

Derzeit ist aus den Verhandlungen nur durchgesickert, dass laufende Verträge um maximal zwei Jahre verlängert werden sollen. Man plane wohl, stückweise auszusteigen.

Payback hingegen verlangt eine Vertragsverlängerung über die nächsten fünf Jahre. Es bleibt abzuwarten, wer als Gewinner und wer als Verlierer aus den Verhandlungen hinausgeht.