Enorm teuer: Neue Kosten 2022 für Hunde- und Katzen-Besitzer

Mann mit Haustieren
Symbolbild © istockphoto/FamVeld

Verbraucher trifft es derzeit hart. Denn alles wird teurer. Doch eine Gruppe muss besonders tief in die Tasche greifen: Haustierbesitzer.

Für Haustierbesitzer wird es zukünftig besonders teuer. Und zwar noch in diesem Jahr. Denn für Hunde- und Katzen-Besitzer stehen große Änderungen an. Diese sind mit hohen Kosten verbunden.

Gesetzesänderung erhöht die Kosten

Die Anschaffung eines Haustieres sollte gut durchdacht sein. Denn Tiere sind teuer. Ein Haustier benötigt Zubehör und Futter. Dies kann ganz schön ins Geld gehen. Aber auch Besuche beim Tierarzt können richtig teuer werden.

Und ab Oktober 2022 sogar noch mehr. Denn dann gibt es eine Gesetzesänderung, die Haustierbesitzer noch mehr zur Kasse bittet.

Denn einige Kosten werden erstmals seit 1999 erhöht.

Die Tierarztkosten werden über die Tierärztegebührenordnung (GOT) geregelt. Dies galt nun über 20 Jahre lang und wurde nicht verändert. Doch nun gibt es eine Neufassung. Der Bundesrat hat dieser zugestimmt. Dies bedeutet: Höhere Kosten für Hunde- und Katzenbesitzer.

So soll eine allgemeine Untersuchung bei einem Hund 10 Euro mehr kosten. Anstatt 13,60 Euro fallen dann nämlich 23,60 Euro an.

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Für Katzenbesitzer wird es noch teuer. Die allgemeine Untersuchung soll anstatt 9 Euro zukünftig ebenfalls 23,60 Euro kosten. Dies gibt die Tierärztekammer Thüringen an.

Beruf des Tierarztes soll attraktiver werden

Die Kostenerhöhung hat einen Grund. Tierärzte sollen künftig besser verdienen. Damit soll der Beruf attraktiver werden. Denn es gibt zu wenig Tierärzte. Dadurch ist die Versorgung von Haus- und Nutztieren in einigen Regionen in Deutschland nicht sichergestellt. Dies gibt der Deutsche Tierschutzbund an.

Doch es gibt auch Kritik für die Preiserhöhungen. Der Deutsche Tierschutzbund befürchtet, dass viele sich die höheren Kosten nicht leisten können. Somit könnten mehr Tiere im Tierheim abgegeben werden. Auch das Tierwohl in der Landwirtschaft könnte unter den neuen Preisen leiden.

Behandlungen für Schweine und Rinder werden nämlich ab Oktober ebenfalls teurer. Dabei haben die Landwirte sowieso schon enorm zu kämpfen. Sie leiden unter den aktuell hohen Düngerpreisen.

Tierschützer befürchten deshalb, dass öfter auf eine Behandlung verzichtet wird. Zu Lasten der Tiere. Der Bauernverband gibt jedoch an, dass es soweit nicht kommen werde.