Ersten Schulen bieten Geschlechtsneutrale Toiletten an – Weitere folgen

Transgendergerechte Kennzeichnung einer Toilettentür Foto: By HH58 (Own work) [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Jungen gehen aufs Jungsklo, Mädchen auf Mädchenklo. So war es bislang üblich. Doch nun sollen die Geschlechter nicht mehr getrennt werden. 

Neutrale Toiletten. Wird sich dieses Konzept zukünftig durchsetzten? Eine Ulmer Schule ha dieses Konzept jetzt umgesetzt. An der Sägefeldschule gibt es jetzt eine Toilette für alle.

Eine gemeinsame Toilette für Schülerinnen und Schüler

Dies wurde jetzt an der Grund- und Werkrealschule eingeführt. Alle älteren Schüllerinnen und Schüler benutzen jetzt dieses WC gemeinsam.

Die Schulleiterin Cornelia Euchner sagt: Dieses Konstrukt funktioniert außerordentlich gut. In der Ulmer Schule gehört die gemeinsame Toilette mittlerweile zum Alltag. Die Schüler haben sich daran gewöhnt.

Bisher ist die Unisex-Toilette in Deutschland noch eine Ausnahme. Nur wenige Schulen haben sie eingeführt. Doch wird dies jetzt die Regel werden. Die Entwicklungen in einigen Bundesländern sprechen dafür.

Desolater Zustand der Schulklos

Wie an vielen anderen Schulen auch war die Toilette an der Ulmer Schule in einem desolaten Zustand. Das Klo wurde ständig beschädigt. Außerdem befand es sich auf dem Schulhof und war so auch für Fremde zugänglich.

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Bei der Planung eines Neubaus kam der Vorschlag für eine „Toilette für alle.“ Zunächst sties dieser Vorschlag auf Bedenken. Sowohl bei Lehrern wie auch Schülern.

Doch dann gewöhnten sich alle an die Idee.

In der neuen Toilette gibt es ausschließlich Kabinen. Keine Pissoirs mehr. Durch die bodentiefen Fenster lassen sich die Waschbecken gut einsehen. Und außerhalb der Pausen benötigen die Schüler einen Chip, um Zugang zu dem WC zu erhalten.

Schüler haben sich an die neuen Toiletten gewöhnt

Die Schüler der Ulmer Schule freuen sich vor allem darüber, dass die Toilette schön neu ist. Die Schüler zeigen eine entsprechende Wertschätzung. Das fällt auch der Schulleiterin auf. So ist es längst normal geworden, dass Jungs und Mädchen sich ein Klo teilen. Mittlerweile macht das keinem mehr was aus.

Schulleiterin Euchner sieht einen weiteren Vorteil: Die Trennung nach Geschlechtern tritt in den Hintergrund. Eine mögliche Diskriminierung kommt erst gar nicht auf.