Experte warnt vor Veggie-Produkten – „Teuer und ungesund“

Drei vegane Bratwürste auf einem Teller
Symbolbild © istockphoto/Jenar

Vegane Ernährung assoziiert man häufig mit gesunder Ernährung. Laut einem Ernährungsmediziner lässt sich das jedoch nicht einfach so pauschalisieren.

2022 gaben 7,9 Millionen Deutsche an, sich vegetarisch zu ernähren. Damit verzichten diese Menschen bewusst auf Fleisch und Fisch. Ungefähr 1,6 Millionen Deutsche bezeichnen sich selbst sogar als Veganer: Sie verzichten auf alle Tierprodukte, wie unter anderem Fleisch, Milchprodukte, Honig oder auch Eier.

Die Anzahl der Vegetarier und Veganer stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Viele verbinden mit den beiden Ernährungsweisen vor allem auch eine gesunde und bewusste Ernährung.

Vegane Ernährung bedeutet nicht gleich gesunde Ernährung

Experten warnen nun jedoch vor veganen Ersatzprodukten. Laut Ernährungsmediziner Dr. Matthias Riedl sind viele vegane Ersatzprodukte rein chemisch. Damit setzt er die Produkte mit Fertigprodukten gleich, welche ultrahochverarbeitet werden. Gesund sei die Lebensweise mit veganen Ersatzprodukten deshalb nicht. Zudem bemängelt der Experte die oft sehr teureren Preise für die veganen Produkte.

Auswirkung veganer Ersatzprodukte auf den Körper

In der Vergangenheit zeigten zwei Studien, dass durch vegane Ersatzprodukte ein erhöhtes Gesundheitsrisiko besteht. In einer Studie aus den USA wurde festgestellt, dass stark verarbeitete Produkte das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen steigern. Durchblutungsstörungen, Schlaganfall, Herzinfarkt oder sogar eine höhere Sterberate können die Folge sein.

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Eine weitere Studie legte dar, dass stark verarbeitete Lebensmittel ebenfalls das Risiko für chronisch entzündliche Darmerkrankungen erhöhen. Eine vegane Ernährung ist damit also weder pauschal gesund noch ungesund. Wichtig ist, dass man auf stark verarbeitete Produkte verzichtet. Ebenfalls ist eine ausgewogene Ernährung bei allen möglichen Ernährungsformen wichtig.

Hierauf sollte man für eine ausgewogene Ernährung achten

Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Gemüse, Obst und Vollkornprodukte sollten deshalb regelmäßig verzehrt werden. Für Veganer empfiehlt der Ernährungswissenschaftler weiter, Vitamin-B12-Präparate als Ergänzungsmittel zu nutzen. Damit kann ein Mangel verhindert werden, welcher Blutarmut und eine Schädigung der Nerven sowie eine Demenz begünstigen kann.

Ebenfalls sollten Produkte vermieden werden, welche ein Gramm Salz pro hundert Gramm Produktgewicht beinhalten. Hierdurch erhöhe sich das Schlaganfallrisiko. Auch bestimmte Phosphate, die beispielsweise häufig in veganen Schnitzeln zu finden sind, können gesundheitsschädigend wirken.