Experten warnen: Teelichter nicht zur Weihnachtszeit benutzen

Teelichtofen als Alternative zu einer Heizung
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Warm, gemütlich und bei Kerzenschein – so stellen sich viele die perfekte Winteratmosphäre zu Hause vor. Teelichte sind da natürlich perfekt, doch beim Benutzen in der Weihnachtszeit gilt es, einige Dinge zu beachten, um sich und sein Heim keiner Gefahr auszusetzen. Einige Alternativen zu Teelichtern sind laut Experten geeigneter.

Sie sind schön, geben ein tolles Licht und sind ein scheinbar perfektes Deko-Objekt. Doch leider sind Teelichter auch umweltschädlich. Deshalb sollte man Teelichter, vor allem in der Weihnachtszeit, nicht allzu häufig benutzen. Dafür gibt es nämlich eine Reihe von guten und umweltfreundlichen Alternativen.

Deshalb sollte man auf Teelichter lieber verzichten

Im Durchschnitt verbrennt jeder Deutsche pro Jahr etwa 2,4 Kilogramm Kerzen, die hauptsächlich aus umweltschädlichem Paraffin und Stearin bestehen. Eine nicht unbeachtliche Menge, die auch mit Einbußen verbunden ist. Paraffin ist ein Nebenprodukt der Erdölgewinnung, während Stearin oft aus Palmöl hergestellt wird, was wiederum mit der großflächigen Rodung von Regenwäldern verbunden ist. Problemlos sind also auch diese Lichtmacher in Anbetracht ihrer umweltschädlichen Herstellung nicht.

Noch problematischer sind jedoch Teelichter. Und dies nicht nur wegen der umweltschädlichen Inhaltsstoffe der Kerzen selbst, sondern auch aufgrund ihrer Aluminiumhüllen, die nach dem Abbrennen in der Regel im Müll landen. Aufs Jahr gerechnet entsteht so eine Menge vermeidbarer Müll aus ganzen 8 Milliarden Aluminiumhüllen. Insbesondere die Aluminiumproduktion, für die in Ländern wie Jamaika und Brasilien Regenwald gerodet wird, fordert erhebliche Umweltschädigungen ein. Der bei der Herstellung von Aluminium als chemisches Nebenprodukt erzeugte giftige Rotschlamm belastet die Umwelt enorm, während die gesamte Herstellung von Aluminium zugleich sehr energieintensiv ist.

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Darauf sollten sie beim Kauf von Teelichtern achten

Doch zum Glück können umweltschädliche Teelichte ganz einfach vermieden werden, indem man Alternativen ohne Aluminiumhülle wählt. Perfekt eignen sich Produkte mit Glas-, Edelstahl- oder kompostierbaren Hüllen. Ebenfalls empfehlenswert sind RAL-gekennzeichnete Kerzen, die rauch- und rußarm sind und die man für gewöhnlich aus qualitätsgesicherten Rohstoffen herstellt.

Bio-Bienenwachskerzen und ökologische Teelichter aus Biomasse sind ebenfalls umweltfreundliche Optionen. Alte Teelichter mit Aluhülle sollten, wenn man sie denn schon benutzt, richtig entsorgt und im Gelben Sack recycelt werden. LED-Teelichter sind hingegen keine nachhaltige Alternative aufgrund der in den Batterien enthaltenen wertvollen Rohstoffe. Beim nächsten Weihnachtseinkauf weiß man nun also, worauf es zu achten gilt und welche Produkte man lieber im Regal stehen lassen sollte.