Fast 100 Jahre alt: Deutscher Traditionshersteller steht vor Pleite

Wir schließen Schild in einem Schaufenster. Viele Filialen sind betroffen.
Symbolbild © istockphoto/machdas

Nach fast 100 Jahren soll bei einem deutschen Traditionshersteller jetzt Schluss sein, denn das Unternehmen steht vor der Pleite. Was bisher bekannt ist und wie es wohl weitergehen soll, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Nach fast 100 Jahren muss ein deutscher Traditionshersteller wohl aufgeben, denn das Unternehmen steht vor der Pleite. Wie es nun für die Mitarbeiter weitergehen soll, gibt es in diesem Artikel zum Nachlesen.

Pleitewelle setzt sich fort

Die Pleitewelle rollt weiterhin über Deutschland und ein Ende scheint nicht in Sicht zu sein. So macht es zumindest schon seit Monaten den Anschein. Wie viele Menschen auch schon festgestellt haben, bleibt keine Branche verschont. Und auch die Existenzdauer und die Unternehmensgröße scheinen keine Rolle zu spielen. Denn die Insolvenz trifft junge und kleine Unternehmen genauso wie alteingesessene Traditionsbetriebe. Nun musste nach fast 100 Jahren Existenz ein deutscher Traditionshersteller Insolvenz anmelden. Der Konzern steht vor der Pleite. Damit hat eigentlich niemand gerechnet.

Deutscher Traditionshersteller aus der nächsten Branche

Jetzt hat die Breckle GmbH beim Amtsgericht Göttingen den Insolvenzantrag gestellt. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Jurist Rainer Eckert. In den 1930ern von Emil Breckle gegründet, steht das Unternehmen aus der Matratzen- und Polsterbettenbranche auch heute noch eng mit seinem Gründer in Verbindung. Doch obwohl in der riesigen Produktionsstätte täglich bis zu 3.000 Matratzen produziert werden, blicken die 350 Mitarbeiter in eine ungewisse Zukunft.

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Die Breckle GmbH kämpft wie so viele Unternehmen mit den Folgen des Ukraine-Krieges. Die steigenden Energie- und Rohstoffkosten machen vielen Betrieben das Leben schwer. Doch der Konzern hat noch mit einem anderen Problem zu kämpfen. Dem Unternehmen droht die Kündigung bestehender Kreditlinien. Damit könnte die GmbH ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen.

Laut dem Insolvenzverwalter ist nun das oberste Ziel, den Geschäftsbetrieb der Breckle GmbH aufrechtzuerhalten und zu stabilisieren. Zeitgleich soll das Insolvenzgeld für die Mitarbeiter organisiert werden, damit diese trotz der aktuell kritischen Lage ihre Löhne erhalten. Wie es fortan weitergehen wird und welche Wege der Insolvenzverwalter einschlagen wird, um das Unternehmen zu retten, wird nur die Zukunft zeigen können.