Fast 500 Jahre alt: Deutsche Getränke-Kult-Marke ist insolvent

Die Kupferkessel im Inneren einer Bierbrauerei
Symbolbild © istockphoto/hierderfotografgenannt

Sie ist fast 500 Jahre alt und steht nun doch vor dem Aus: Eine deutsche Getränke-Kult-Marke ist insolvent. Die Kunden sind zwar überrascht, stehen jedoch voll und ganz hinter ihrer Marke. So soll es weitergehen.

Eine deutsche Getränke-Kult-Marke ist insolvent. Fast 500 Jahre gibt es sie schon. Und jetzt soll alles aus sein? Die Kunden vor Ort stehen voll und ganz hinter ihrer Marke und haben sogar Hilfsangebote gemacht. So soll es in Zukunft mit dem Unternehmen weitergehen.

Pleitewelle reißt nicht ab

Das neue Jahr ist schon fast einen Monat alt und immer noch reißt die Welle um schlechte Nachrichten nicht ab. So wird es wohl in der Wirtschaft weiterhin nichts mit dem guten neuen Jahr, das sich jeder wünscht. Dieses Mal trifft es erneut eine Getränke-Kult-Marke. Und nicht nur das. Das Unternehmen ist 468 Jahre alt, besteht also schon seit fast einem halben Jahrtausend. Die Kunden in der Region hat diese Meldung sehr überrascht. Sie stehen jedoch voll und ganz hinter ihrer Marke. Sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen aus dem Ort haben bereits ihre Hilfe angeboten, um das Kult-Getränk zu retten.

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So soll es mit der deutschen Getränke-Kult-Marke weitergehen

Laut Chef Michael Schweinberger ist die Liste der Gläubiger lang und die Liste der Insolvenzmasse zu kurz. Damit fasst er in einem Satz die Probleme des Unternehmens zusammen. Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft sowie die gestiegenen Kosten aufgrund des Ukraine-Krieges seien laut dem Chef des Traditionsbrauhauses Maisach Schuld daran, dass er den Insolvenzantrag stellen musste.

Doch aufgeben kommt für den Brauherren nicht infrage. Er will sein Brauhaus auf jeden Fall retten. Dazu hat er schon vorgeschlagen, eine Genossenschaft zu gründen. Derzeit arbeiten für das Traditionsunternehmen zwei Angestellte in Vollzeit und sieben Teilzeitkräfte.

Für die Menschen in der Region zählen die „Maisacher Perle“, das „Maisacher Kellerbier“ und das eigens gebraute Pils zur Geschichte ihrer Region dazu. Doch verzichten muss auf die Biersorten im Moment keiner, denn der Brauherr hofft, dass sie noch bis Ende März die verschiedenen Biere herstellen und ihre Kunden beliefern können. Viele Gastronomen und Wirtshäuser in und rund um Maisach gehören zu den Stammkunden des Brauhauses. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen haben bereits ihre Unterstützung angeboten.