Fast alle betroffen: Leere Regale drohen an Weihnachten

Einkaufscenter mit Weihnachtsbeleuchtung
Symbolbild

Bis Weihnachten ist es nicht mehr lang, es sind gerade noch vier Monate. Doch anstatt sich zu freuen, machen sich die Händler große Sorgen.

Das Vorweihnachtsgeschäft ist für Händler die wichtigste Zeit des Jahres. Denn dann werden die meisten Umsätze erwirtschaftet. In den letzten beiden Jahren war es jedoch schwer, Lockdowns und eine geringere Kaufkraft machten den Händlern zu schaffen.

Auch in diesem Jahr sieht es nicht gut aus, Grund sind diverse Lieferengpässe. Einige Produkte werden knapp – und 90 Prozent der Händler sind betroffen.

Der Handelsverband Deutschland warnt vor Lieferengpässen

Bei über 30 Grad und Sonnenschein denkt wohl kaum ein Verbraucher schon an Weihnachten. Ganz im Gegensatz zu den Händlern. Diese bereiten sich allmählich vor. Zu Recht. Denn immerhin sind es nur noch vier Monate bis zum „Tag x“ am 24. Dezember.

Der deutsche Einzelhandel ist besorgt. Denn die Händler befürchten bereits jetzt erneute Lieferengpässe. Und zwar für alle möglichen Geschenke. „Manche Produkte wie elektronische Geräte, Spielwaren und Textilien aus Asien dürften an Weihnachten knapper sein“, prognostiziert Stefan Genth, der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE).  Denn die Lieferketten würden sich nur langsam wieder „einruckeln“.

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Verbraucher sollten ihre Geschenke frühzeitig besorgen

„90 Prozent der Händler berichten weiter von Lieferschwierigkeiten“, so Genth. „Vieles kommt später oder in der falschen Anzahl.“

Der Grund: Schiffe hängen in Warteschlangen fest und sind noch nicht wieder im Zeitplan. Dazu kommt der weltweite Chipmangel, der die Produktion ausbremst.

Das Problem ist nicht gänzlich neu. Denn bereits die Coronapandemie führte zu großen Problemen bei den internationalen Lieferketten. Nun kommt noch der Ukraine-Krieg dazu. Und mit ihm die zahlreichen Sanktionen gegen den Aggressor Russland.

Wer also Weihnachten auf der sicheren Seite sein will, sollte bereits jetzt anfangen, Geschenke zu besorgen. Ansonsten könnte es passieren, dass man möglicherweise vor leeren Regalen steht.

Es gibt noch ein weiteres Problem

Und als ob das alles noch nicht genug wäre, steht der Einzelhandel zugleich auch vor einer weiteren Herausforderung: Es fehlt Personal.

„Aktuell gibt es rund 56.500 offene Stellen im Einzelhandel – und damit rund 3300 mehr als vor der Pandemie“, erklärt Stefan Genth. Auch viele Ausbildungsplätze seien derzeit noch nicht besetzt.