Geschäfte bleiben zu: Massive Streikwelle im Einzelhandel droht

Ein Geschäft ist geschlossen.
Symbolbild © istockphoto/Heiko119

Immer mehr Geschäfte bleiben aufgrund aktueller Tarifverhandlungen geschlossen. Eine große Streikwelle im Einzelhandel droht. Auf Folgendes müssen sich Millionen Verbraucher bundesweit schon bald einstellen.

Immer häufiger kommt es bei Tarifverhandlungen auch nach mehreren Wochen zu keiner Einigung. So ist es aktuell auch in der Handelsbranche der Fall. Daher droht nun eine massive Streikwelle im Einzelhandel. Das kommt auf die Verbraucher zu.

Tarifverhandlungen stagnieren

Schon seit über neun Monaten kämpfen die Beschäftigten im Handel in der gesamten Bundesrepublik für mehr Gehalt. Auch nach dieser langen Zeitspanne ist aktuell keine Einigung in Sicht. Aufgrund dessen rief die Gewerkschaft Verdi schließlich aktiv zu einem erneuten Warnstreik im Einzelhandel an diesem Freitag auf. Mit diesem Appell ruft Silke Zimmer, zuständiges Verdi-Bundesvorstandsmitglied, alle Arbeitnehmer auf, sich geschlossen als Gemeinschaft für einen höheren Stundenlohn einzusetzen. Vergangene Streiks, wie etwa letzten Winter kurz vor den Feiertagen, blieben aufgrund niedriger Beteiligung unter den Erwartungen Verdis. Ganz zum Glück der Kunden, die daher kaum eingeschränkt wurden. Konkret fordert Zimmer, als Einheit für die gewünschte Erhöhung von 2,50 Euro mehr pro Stunde einzustehen. In den unterschiedlichen Bundesländern kommen dazu weitere Forderungen hinzu.

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Aktionswochen angekündigt

Unabhängig des geplanten bundesweiten Streiks heute kündigt Verdi weitere Aktionswochen für die Tarifrunde im Handel an. Demnach sollen bis Ostern weitere Maßnahmen folgen. Man wolle nach und nach gezielt an die Blockierer im Arbeitgeberlager herantreten, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Dafür wird man mit dem Unternehmen Edeka beginnen und Aktionen vor deren Filialen und Lagern durchführen.

Gewerkschafterin Zimmer findet darüber hinaus ganz klare Worte in Richtung Arbeitgeber: Diese sollten endlich ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden. Nichtstun sei ein absolutes Unding. Laut Verdi seien immerhin rund 90 Prozent aller Beschäftigten im Einzelhandel auf dem Weg in die Altersarmut. Zahlreiche Beschäftigte kommen nach den Erhöhungen der Lebenshaltungskosten Monat für Monat an ihre finanziellen Grenzen. Die drohende Streikwelle im Einzelhandel soll demnach ein deutliches Zeichen setzen.