Lage spitzt sich zu: Schnitzel kostet über 30 Euro in Deutschland

Ein Wiener Schnitzel in einem Restaurant.
Symbolbild © istockphoto/Barish Baur

Für Verbraucher spitzt sich die Lage jetzt zu, denn inzwischen kostet ein Schnitzel über 30 Euro in Deutschland. Viele empfinden das als unverschämt. Das sind die Hintergründe.

Dass im neuen Jahr vieles teurer wird, darauf waren die Verbraucher ja schon länger vorbereitet. Doch jetzt soll ein Schnitzel über 30 Euro kosten, was von vielen als unverschämt und übertrieben empfunden wird. Die Hintergründe gibt es hier.

Erhöhung der Mehrwertsteuer

Während der Coronapandemie senkte die Bundesregierung als Erleichterung für die sowieso schon gebeutelte Gastronomiebranche die Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf 7 Prozent. Im neuen Jahr ist damit jetzt Schluss. Der Steuersatz liegt wieder bei den gewohnten 19 Prozent. Dass damit alle Preise in die Höhe schnellen, wussten viele Bürger in Deutschland bereits. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) warnt schon länger vor zahlreichen Schließungen, die die Gastronomiebranche treffen könnten. Doch nun berichten Gäste in den sozialen Medien von einem Gasthof, in dem ein Schnitzel über 30 Euro kosten soll.

Gästemeinungen gespalten

Im besagten Gasthof in Zwickau kostet ein Schnitzel jetzt 31,50 Euro. Der Wirt erklärt, dass man anders nicht überleben könne. Der Grund liege allein in der Anhebung der Steuer auf 19 Prozent. Wenn die Erhöhung der Steuer tatsächlich der einzige Grund für diesen astronomischen Preis ist, dann bezahlte der Gast aber schon vorher knapp 30 Euro. Die meisten Gäste empfinden einen solchen Preis für ein Schnitzel als Wucher und wollen in Zukunft auf das Essengehen in dem Restaurant verzichten. Man könne es sich laut Aussagen vieler Nutzer einfach nicht mehr leisten.

Lesen Sie auch
Aus besiegelt: Mega-Attraktion wird im Europa-Park geschlossen

Andere Kunden wiederum zeigen Verständnis. Schließlich erhöht sich dieses Jahr nicht nur die Mehrwertsteuer, sondern auch die Nebenkosten und die Kosten fürs Personal steigen. Trotzdem gibt die überwiegende Mehrheit an, in Zukunft nur noch zu Hause essen zu wollen. Damit passiert genau das, was die DEHOGA schon vorhergesagt hat: Viele Menschen gehen aufgrund der Preise nicht mehr essen. Das wiederum bedeutet sinkende Einnahmen für die Gastronomiebetriebe. Diese müssen dann schließen. Es bleibt zu hoffen, dass genau dies nicht geschieht.