Lidl zieht die Notbremse: Erste Maßnahmen für alle Filialen

Schlange vor Supermarkt
Symbolbild © istockphoto/jarino47

Karlsruhe Insider: Weniger Ware bei Lidl.

Die derzeit sinkenden Umsatzzahlen zwingen den Discounter Lidl zum Handeln. Lidl hatte sich eigentlich eine Zielmarke von 15 Prozent gesetzt, doch die derzeitige Lage sieht lediglich nur 10 Prozent Umsatz vor.

Der Nonfood-Anteil liegt in fast allen Ländern nur noch bei 10 Prozent. Leider ist derzeit mit einer Besserung nicht zu rechnen. Die kürzlich aufgegebenen Bestellungen werden für das kommende Geschäftsjahr deutlich reduziert.

Bislang lag der Umsatzrückgang zum Teil bei en verspäteten Lieferungen, sodass die waren zum größten Teil erst einen oder gar zwei Tage später in den Filialen auftauchten.

Jetzt sind es leider die Kunden selber, die Lidl zum Handeln zwingen. Die steigenden Energiepreise und die im kommenden Jahr drastisch erhöhte Stromrechnung lassen das Kaufverhalten der Kunden sinken. Sie kaufen nur noch das Notwendige ein.

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Die Käufe im Nonfood-Bereich gehen bei Preisen über 20 Euro drastisch zurück, sodass Lidl mit seinen vielfältigen Angeboten sich dennoch optimistisch gibt.

Aber Lidl scheint mit der Reduzierung des Einkaufsbudgets nicht alleine dazustehen. Ein wichtiger asiatischer Zulieferer hat im Moment mit einem Rückgang von 30 Prozent zu kämpfen.

Aber auch Aldi dürfte mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben wie Lidl. Auch sie stehen im engen Austausch mit den Lieferanten und Logistikpartnern.