Nach 120 Jahren: Beliebteste Galeria-Karstadt-Filiale schließt

Ein Karstadt Gebäude bei Nacht beleuchtet.
Symbolbild © istockphoto/Heiko Küverling

Vor Kurzem wurde bekannt, dass die Galeria Karstadt eine Streichungsliste aufgestellt hat. Demnach sollen über 50 Filialen geschlossen werden. Darunter soll auch eine der beliebtesten Galeria-Karstadt-Filialen sein. Sie soll nach 120 Jahren schließen.

Nach 120 Jahren droht der beliebtesten Galeria-Karstadt-Filiale das Aus. Laut einer Streichungsliste des Unternehmens müssen über 50 Filialen der Kette Galeria Karstadt Kaufhof ihre Pforten schließen. Darunter auch die beliebte Traditionsfiliale.

Diese Nachricht war für viele ein Schock

In ganz Deutschland hielt man den Atem an, als die Galeria Karstadt Kaufhof von einer Streichungsliste sprach. Jetzt droht insgesamt über 50 Filialen das Aus. Das zumindest soll aus der Liste hervorgehen. Ende Januar 2024 soll dann auch eine der beliebtesten Filialen schließen. Die Filiale am Westenhellweg in Dortmund soll auf der Streichungsliste stehen.

Am Dienstag, den 14. März, fand eine Pressekonferenz statt, in der der Betriebsratsvorsitzende der Dortmunder Galeria Karstadt Kaufhof erklärte, dass die Nachricht einer Hiobsbotschaft für die Beschäftigten gleiche. Ebenfalls erklärte Oberbürgermeister Thomas Westphal, dass man damit nicht gerechnet habe.

„Schlag ins Gesicht“

Lesen Sie auch
Aldi plant radikale Kehrtwende – "Alle Kunden werden es merken"

Für den Betriebsratsvorsitzenden Joffrey Kallweit ist die Entscheidung ein „Schlag ins Gesicht“. Die Filiale in der Dortmunder Innenstadt ist äußerst beliebt und eine der größten Filialen des Unternehmens. Oberbürgermeister Westphal gab zudem an, dass man die Entscheidung der Galeria Karstadt Kaufhof nicht nachvollziehen könne.

In der Pressekonferenz drückte der Oberbürgermeister auch sein Unverständnis über den Umgang mit den Mitarbeitern aus. Darüber hinaus bemängelte er ein nicht erkennbaren Muster bei den Entscheidungen des Unternehmens.

Oberbürgermeister mit Kritik an „Cost-Cutting-Konzept“

Laut Westphal sei insbesondere bei den Entscheidungen für den Einzelhandel kein klares Muster erkennbar. Es sei lediglich ein sogenanntes „Cost-Cutting-Konzept“ angewendet worden. Damit wird ein Konzept bezeichnet, mit dem Maßnahmen zur Kostenreduktion durchgeführt werden. Diesen Rückschluss ließe der Blick auf die getroffenen Mietobjekte zu, so der Dortmunder Politiker.

Die Filiale in Dortmund soll erst im Jahr 2024 schließen. Zahlreiche andere Standorte des Unternehmens sollen bereits im Sommer 2023 dichtmachen. Der Dortmunder Oberbürgermeister sieht jedoch eine Chance, dass die beliebte Filiale in seiner Stadt doch noch erhalten bleiben könnte.