Nach Speiseöl: Völlig neues Produkt im Supermarkt wird super knapp

Leeres Regal im Supermarkt mit Mitarbeiterin
Symbolbild © istockphoto/s:Andrey Zhuravlev

Die schlechten Nachrichten für die Verbraucher reißen nicht ab. Nach Öl und Co. wird jetzt das nächste Produkt knapp.

Nächstes Grundnahrungsmittel wird knapp und teuer

Speiseöl und diverse andere Nahrungsmittel sind knapp. Und dementsprechend teurer. Jetzt droht ein weiteres Grundnahrungsmittel knapp zu werden. Doch diesmal ist nicht der Ukraine-Krieg primär Schuld daran.

Nahrungsmittel werden immer teurer. Vor allem für Alltagsprodukte müssen Verbraucher mittlerweile deutlich mehr zahlen als noch im letzten Jahr. Grund sind verschieden Faktoren wie der Ukraine-Krieg, Missernten und die Sanktionen gegen Russland.

Das Ende der Teuerungen ist laut Experten noch nicht in Sicht. Im Gegenteil. Forscher gehen davon aus, dass die Preise in 2022 noch weiter steigen werden.

„Das Schlimmste kommt auf die Verbraucher erst noch zu“, sagt Aurélien Duthoit, Senior Volkswirt und Branchenexperte bei Allianz Trade.  Er ist an der Studie zur Entwicklung der Lebensmittel-Preise in Deutschland beteiligt.

Dass Lebensmittel enorm im Preis steigen können, zeigte sich am Speiseöl. Dieses wurde kurz nach Kriegsbeginn extrem teuer.

Nächstes Grundnahrungsmittel wird knapp

Nun droht ein weiteres Problem. Der Hartweizen wird knapp. Bei Nudeln und Co. sind deswegen deutliche Preissprünge zu erwarten. Hartweizen ist für die Produktion vieler Nudelsorten wichtig. Diese Zutat ist außerdem nicht leicht zu ersetzen.

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Eigentlich ist Deutschland bei Getreide nahezu ein Selbstversorger. Es ist damit unabhängig von Importen. Doch bei Hartweizengrieß oder Hafer ist man auf ausländische Importe angewiesen.

Diese Getreidesorten werden aus Kanada oder Frankreich bezogen. Überwiegend aus Frankreich. Die vielen Tonnen müssen dann von Frankreich nach Mannheim gebracht werden. Dort werden sie von der Mühlen-Gruppe verarbeitet und an die Nudel-Produzenten ausgeliefert. Und genau hier liegt das Problem.

Pendelzug von der DB Cargo wird eingestellt

Die Mühlen-Gruppe hatte bisher den Hartweizen mit der Bahn nach Deutschland transportiert. Doch jetzt geht das nicht mehr. Denn die Bahn-Gütersparte DB Cargo hat die Zusammenarbeit mit dem Standort in Mannheim gekündigt.
Bislang gab es immer einen eigenen, gecharterten Zug zwischen Mannheim und Frankreich. Jetzt nicht mehr. Als Grund nennt die DB Cargo die aktuelle produktionelle Lage.
Aus diesem Grund werden jetzt wohl die Nudelpreise auch weiter anstiegen. Ein weiteres Grundnahrungsmittel, das knapp und teuer wird.