Nächstes Grundnahrungsmittel wird teurer – „Kaum noch leistbar“

Ein Regal im Supermarkt mit sehr vielen verschiedenen Brotsorten.
Symbolbild © istockphoto/Hitra

Ein weiteres Grundnahrungsmittel wird teurer, was viele Bürger beschäftigt. Die Preise in den Supermärkten und Geschäften sind kaum bezahlbar.

Die Kosten für zahlreiche Lebensmittel in den Supermärkten scheinen sich langsam zu beruhigen und teilweise sogar zu verringern. Doch ein bestimmtes Grundnahrungsmittel wird teurer und bleibt von diesem positiven Trend weitgehend unbeeinflusst – Brot. Ein aktueller Bericht wirft einen besorgniserregenden Blick auf die Preisentwicklung von Brot in Deutschland.

Preise für Weizen sinken, doch Brot wird weiterhin teurer

Die Preise für Weizen sind in den letzten Monaten gesunken. Dies scheint sich jedoch nicht auf die Brotregale in den Supermärkten auszuwirken. Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg drückt seine Besorgnis darüber aus, dass trotz des deutlichen Rückgangs der Weizenpreise die Brotkosten hoch bleiben. Aktuellen Daten zufolge liegt der Preis für eine Tonne Mehl bei 215 Euro, was deutlich unter dem Höchstpreis der letzten zwölf Monate von 285 Euro liegt. Dennoch spiegelt sich diese positive Entwicklung kaum in den Brotverkaufspreisen wider. Verbraucherschützer vermuten, dass die Handelsunternehmen versuchen, die höheren Preisniveaus beizubehalten, anstatt die Einsparungen an die Kunden weiterzugeben. Dies führt bei den Verbrauchern, insbesondere bei jungen Familien, zu Unmut darüber, wie sie die steigenden Brotkosten bewältigen sollen.

Grundnahrungsmittel wird auch in Bäckereien teurer

Nicht nur die Supermärkte erhöhen ihre Preise, auch viele Bäckereien ziehen nach. Allerdings sind die Verbraucher oft bereit, für handwerklich hergestellte Qualität und gutes Brot mehr Geld auszugeben. Eine befragte Person betonte, dass sie die Preisanpassungen bei Bäckereibroten nachvollziehen könne, während sie die Preiserhöhungen bei Brot aus dem Supermarkt weniger nachvollziehen könne. Sowohl eine Blindverkostung als auch eine Expertenbewertung bestätigen diese Einstellung. Das teuerste Brot schnitt bei beiden Tests am besten ab. Dies war das Roggenbauer der Bio-Bäckerei „Zeit für Brot“ (6,80 Euro pro Kilogramm). Das Krustenbrot von der Bäckerei „von Allwörden“ (4,80 Euro pro Kilogramm) belegte den zweiten Platz, während das preisgünstige Roggenmischbrot von Lidl (1,49 Euro pro Kilogramm) auf dem dritten und letzten Platz landete.