Neues Lebensmittel wird super knapp: Schuld daran ist das Wetter

Supermarkt mit Kunden und Produkten
Symbolbild

Und wieder wird ein Lebensmittel knapp. Diesmal nicht wegen der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg. Schuld ist diesmal eine Dürre-Krise.

Verbraucher dürften bald wieder vor leeren Regalen stehen. Und zwar in sämtlichen Supermärkten und Discountern.

Denn in der norditalienischen Po-Ebene herrscht eine schwere Dürre. Dies macht den Landwirten Sorgen. Und auch Verbraucher dürften die Folgen bald spüren.

Lebensmittel wird wegen der Dürre-Krise knapp

Menschen in Deutschland lieben Parmesan. Er gehört zu vielen Gerichten dazu. Spaghetti Bolognese, Caesar‘s Salad oder ein Gnocchi-Gericht. Parmesan darf nicht fehlen.

Doch eventuell verschwindet die beliebte Käsespezialität bald aus den Regalen von Edeka, Lidl und Co. – oder sie wird deutlich teurer.

Grund dafür ist eine schwere Dürre-Krise in Norditalien. Dabei handelt es sich um die schwerste Dürre seit 70 Jahren. Dies bestätigen übereinstimmende Medienberichte.

Der Fluss Po weist einen besorgniserregenden Tiefstand auf. Die Ursache dafür sind sowohl der trockene Winter als auch der trockene Frühling.

Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hat bereits reagiert. Sie hat den Notstand für die norditalienischen Regionen Emilia-Romagna, Friaul-Julisch Venetien, Lombardei, Piemont und Venetien bis zum Ende des Jahres ausgerufen.

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Diese Maßnahme soll bei der Rationierung von Trinkwasser helfen. Menschen, die von der Po-Ebene bereits betroffen sind, sollen schneller und unbürokratischer Hilfe bekommen.

Landwirte leiden unter Wassermangel

Der Po ist der längste italienische Fluss. Auch die Städte und die Industrie der Region sind von ihm abhängig.

Zum Beispiel bei der Gewinnung von Wasserkraft, dem Transportwesen oder der Bewässerung. Die norditalienischen Landwirte an der Po-Ebene sehnen nun unter anderem die Parmesan-Produktion bedroht. Sie schlagen Alarm.

Der berühmte Parmigiano Reggiano wird im nahegelegenen Konsortium hergestellt. Die Produktion musste jetzt deutlich heruntergefahren werden. Es kommt weniger Milch an, die den Qualitätsstandards entspricht.

Verdorrte Felder bedrohen Rinderversorgung

Die Kühe der norditalienischen Bauern, darunter die 300 friesischen Rinder von Simone Minellis Milchviehbetrieb bei Mantua müssen mit Wasser versorgt werden. Nur so können sie ausreichend und qualitative Milch produzieren.

Die Tiere brauchen täglich 100 bis 150 Liter Wasser zum Trinken. Nur dann kann der Landwirt am Ende des Tages 30 Liter Milch anliefern.