Neues Pfandsystem: Metall-Behälter haben bald 2.50 Euro Pfand

Zwei Frauen stehen vor einem Pfandautomaten in dem Supermarkt Lidl. Eine Frau gibt mit ihrer Hand eine Flasche in den Automaten.
Symbolbild © istockphoto/frantic00

Mit einem neuen Pfandsystem könnte bald ein Pfand eingeführt werden, das 2,50 Euro beträgt. Dieses soll maßgeblich auf Metall-Behälter gültig werden. Der Grund dafür ist vor allem Nachhaltigkeit.

Bald schon könnten im Supermarkt Metall-Behälter mit einem Pfand von 2,50 Euro belegt werden. Als Gründe nennt das betroffene Unternehmen vor allen Dingen Nachhaltigkeit und Klimaneutralität.

So soll das Pfandsystem aussehen

Zahlreiche Supermärkte und Discounter arbeiten daran, Konzepte umzusetzen, die es ermöglichen, dass die Unternehmen nachhaltiger werden können. Rewe möchte jetzt bis 2040 klimaneutral werden und rüstet dazu sogar seine Fahrzeugflotte um. Doch das ist nicht die einzige Änderung, die es geben soll.

Aktuell soll der Konzern Pfandbehälter testen, die für Süßwaren und Kaffee ausgelegt sind. Als Basis dient hier eine Zusammenarbeit mit einem Frankfurter Start-up, das sich auf Kreislaufwirtschaft spezialisiert hat. So sollen Metall-Behälter, die mit Pfand belegt sind, für den Einkauf genutzt werden können.

Immer wieder befüllbar

Laut dem Start-up sollen die Metall-Behälter bis zu 80 Mal befüllt werden können. Der Kunde nimmt den Behälter nach seinem Einkauf mit nach Hause, denn darin befindet sich sein gekauftes Produkt. Anstelle, die Verpackung dann wegzuwerfen, können diese Behälter im Pfandautomaten in den Supermärkten, wie bei PET-Flaschen üblich, zurückgegeben werden.

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Die Behälter werden dann auf Schäden untersucht und anschließend gereinigt und werden wieder in Umlauf gebracht. Als Pfand soll ein Betrag von 2,50 Euro eingesetzt werden. Bei REWE werden derzeit 2 Produkte entsprechend getestet. So kann neben Espressobohnen auch Kakao in den Metall-Behältern gekauft werden.

Testphase soll Klarheit bringen

Durch die Testphase soll eruiert werden, wie die Verpackungen bei den Kunden ankommen, ob diese Auswirkungen auf deren Kaufverhalten haben und natürlich auch, wie der Rücklauf der Pfandbehälter funktioniert.

Das neue Pfandsystem und die damit verbundenen Metall-Behälter sollen Verpackungsmüll reduzieren und gleichzeitig auch die Verwendung von Kunststoffverpackungen einsparen. Am Ende der Testphase wird sich zeigen, wie gut die Idee bei den Kunden ankommt.