Neues Ungeziefer fällt über Bäume her – danach werden diese weiß

Ein Wald mit einer kleinen Lichtung umgeben von Bäumen und vorne ist eine Fläche mit Bärlauch zu sehen
Symbolbild © istockphoto/TomasSereda

Ein neues Ungeziefer fällt derzeit über die Bäume und Sträucher in den Gärten her, sodass sie komplett weiß aussehen. Das steckt dahinter. 

Zur Sommerzeit erwarten die meisten Menschen prächtig blühende Wiesen und Gärten. Doch derzeit findet man zwischen all der Blütenpracht immer wieder kahle Bäume und Sträucher. Dahinter steckt ein Ungeziefer, das die Bäume befällt und diese gespenstisch weiß zurücklässt.

Viele Schädlinge sind derzeit aktiv

Zur Sommerzeit sind viele Schädlinge in den Gärten und Wiesen unterwegs. So manches Ungeziefer ist für große Schäden verantwortlich. Deswegen ist es kaum verwunderlich, dass viele bei dem neuen Ungeziefer, das Bäume und Sträucher befällt und diese weiß zurücklässt, an den Eichenprozessionsspinner denkt. Doch der sehr bekannte Schädling ist dieses Mal nicht für diese Gruseltaten verantwortlich. Laut Naturschutzbund trifft es dabei immer besondere Baum- und Straucharten. Dazu gehören Traubenkirschen, Pappeln, Weiden und der Weißdorn. Auch Obstbäume befällt dieses Ungeziefer bevorzugt.

Diese Raupen sind verantwortlich

Verantwortlich für das gespenstische Weiß und die Kahlheit der Bäume sind Raupen, die sämtliches Grün abfressen und anschließend den Baum oder den Strauch mit ihrem Gespinst umhüllen. Dieses schützt sie vor Feinden und sogar gegen Regen. Die Rede ist von den Raupen einiger Gespinstmottenarten. So schnell wie sie gekommen sind, ist das Spektakel auch schon wieder vorbei. Denn ab Mitte Juni etwa machen sich die Raupen auf den Weg zum Fuß des Baumes oder Strauches und verpuppen sich dort. Schon Anfang Juli schlüpfen die Falter der Traubengespinstmotte. Sie sind an ihren weißen Körpern mit  den schwarzen Punkten gut zu erkennen. Sich den Raupen geschlagen geben muss aber niemand. Sinnvoll ist es laut Naturschützern, die Raupen rechtzeitig von den befallenen Bäumen und Sträuchern abzusammeln. Dies muss geschehen, bevor die Raupen die Gespinste bilden. Sind diese nämlich erst einmal ausgebildet, ist man praktisch chancenlos. Für Menschen sind die kleinen Ungeziefer jedoch nicht gefährlich.

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