Primark muss weitere Filialen schließen – Neue Standorte betroffen

Primark-Tüten
Symbolbild © istockphoto/Yau Ming Low

Hiobsbotschaft für Shopping-Fans, denn der besonders bei jungen Leuten beliebte Modegigant Primark muss mehrere Filialen schließen. Grund ist die aktuelle wirtschaftliche Situation, die dem Textildiscounter zu schaffen macht.

Die schlechten Nachrichten wollen einfach kein Ende nehmen. Denn die wirtschaftliche Situation stößt weiterhin zahlreiche Unternehmen in die Krise. Die Menschen geben aufgrund der extremen Inflation weniger Geld für Luxusgüter aus. Gleichzeitig steigen die Kosten für Strom und Lieferanten stetig. Besonders Modekonzerne verzeichnen in diesen schweren Zeiten viele Verluste und tun sich schwer. Nachdem kürzlich erst der Düsseldorfer Konzern Peek&Cloppenburg sowie die Kette Hallhuber ihre Zahlungsunfähigkeit verkündet haben, könnte bald die nächste Insolvenz folgen. Denn der Discounter Primark hat Zahlungsschwierigkeiten und hat infolgedessen entschieden, gleich mehrere Filialen zu schließen.

Es sieht schlecht aus

Der internationale Fashion-Händler Primark ist vor allem für billige Mode bekannt, welche er in 15 Ländern anbietet. Wer die Filialen betritt, findet sich meist in unfassbar großen Verkaufshallen wieder, in denen sich haufenweise Modeartikel und Accessoires türmen. Neben Kinder, Damen und Herren Bekleidung bietet der Discounter zudem auch Wohnbedarf und Kosmetik an, sodass wirklich kein Wunsch offen bleibt.

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Schon oft stand das Konzept in der Kritik, weil extrem billige Preise, sehr niedrige Löhne für die Menschen bedeuten, die die Mode fertigen. In der Tat funktioniert das Konzept scheinbar nicht mehr so gut wie zu Beginn, denn seit einigen Jahren fährt der Händler immer mehr Verluste ein. Daher wird aktuell restrukturiert und in dem Zuge wird Primark auch mehrere Filialen schließen.

Rote Zahlen

Die Filiale in Gelsenkirchen wurde schon dichtgemacht und auch die Primark-Filialen in Krefeld und Kaiserslautern sollen bald für immer die Türen schließen. Grund sind Medienberichten zufolge die aktuellen Geschäftszahlen. Denn die Deutschland-Chefin Christiane Wiggers-Voellm gab kürzlich bekannt, dass einem Netto-Umsatz von 627,8 Mio. in 21/22 Euro ein Verlust von 50 Mio. gegenübersteht.

Doch die Verantwortlichen haben die Hoffnung noch nicht vollständig aufgegeben und blicken voller Zuversicht in die Zukunft. Der Textildiscounter überlegt sogar, neue Filialen zu eröffnen. Frau Wiggers-Voellm erklärt das damit, dass viele Kunden weiterhin gerne bei Primark einkaufen würden, jedoch keine Filiale in ihrer Nähe hätten. Durch zahlreiche Social-Media-Anfragen sieht sie sich in dieser Theorie bestätigt.