Schadstoffe in Fischstäbchen: Diese Marken können gefährlich sein

Fischstäbchen auf einem Teller.
Fischstäbchen sind sehr beliebt als Hauptgericht.

Öko-Test hat verschiedene Fischstäbchenmarken getestet. Das Ergebnis: Einige Marken können für Kinder schädlich sein.

Fischstäbchen sind bei fast allen Kindern sehr beliebt. Doch die Eltern sollten vorsichtig sein Nicht alle Fischstäbchen sollte man bedenkenlos essen. Für Kinder sind einige Marken sogar schädlich. Das hat jetzt Öko-Test herausgefunden.

Durch Fischstäbchen können Gesundheitsschäden bei Kindern entstehen

20 Marken an Fischstäbchen hat Öko-Test im Labor getestet. Das Ergebnis ist erschreckend: Etliche Fischstäbchen sind mit Schadstoffen belastet. Bei Kindern können dadurch sogar Gesundheitsschäden entstehen.

Bei dem Test der 20 Fischstäbchenmarken wurden diverse Fragen berücksichtigt. Woher stammt der Fisch? Zerstören die Fangmethoden den Meeresgrund? Wie sieht es mit den Inhaltsstoffen aus?

Das Ergebnis des Tests: Ein Drittel der Fischstäbchen ist mit problematischen Fettschadstoffen belastet.

Viele Anbieter haben außerdem ihre Lieferketten nicht ausreichend belegt. Das gibt Öko-Test an. Schädliche Fangmethoden stehen ebenfalls in der Kritik.

Insgesamt schneiden vier Fischstäbchen mit mittelmäßig ab. Vier fallen mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durch.

Manche Fischstäbchen erhalten auch positive Ergebnisse

Vier Fischstäbchen erhalten die Bestnote. Diese Produkte enthalten keine bedenklichen Schadstoffe. Die Unternehmen achten auf nachhaltigen Fang. Die Lieferkette ist transparent.

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In fünf Produkten wurden jedoch erhöhte Gehalte des Fettschadstoffs 3-MCPD nachgewiesen. In zwei Marken war 3-MCPD sogar stark erhöht. Dieser Stoff führte bei Tierversuchen zu Schäden an den Nieren.

Bei Kindern besteht ein Gesundheitsrisiko

Je häufiger Kinder diese Fettschadstoffe essen, desto höher ist ein mögliches Gesundheitsrisiko.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät deshalb, die Gehalte an Fettschadstoffen in Lebensmitteln zu senken. Vor allem bei denen, die oft von Kindern gegessen werden.

Eine große Enttäuschung: Gerade ein Bio Produkt fällt durch. Die Fischstäbchen enthalten Seelachs aus der Nordsee. Fischer fangen diesen mit Grundschleppnetzen. Diese hochproblematische Fangmethode steht stark in der Kritik.

Der Grund: „Die vielfältigen Lebensgemeinschaften am Meeresboden werden mit schwerem Gerät in Schlammwüsten verwandelt und bis zu 20-mal pro Jahr durchpflügt. Die Produktivität des ganzen Systems nimmt um etwa die Hälfte ab, Futterorganismen und Kleinfische können sich nicht entwickeln.“ Das erklärt der Meeresbiologe Dr. Rainer Froese vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel.