Schuhhändler Görtz ist pleite: Neue Filialen und Standorte betroffen

Symbolbild © istockphoto/Dennis Diatel Photography

Vor Kurzem hat ein bekannter Schuhhändler Insolvenz angemeldet. Um das Unternehmen zu retten, müssen Filialen schließen. An diesen Standorten ist Schluss.

Schon im September hat die Ludwig Görtz GmbH ein Schutzschirmverfahren beantragt. Das macht das Unternehmen zum finanziellen Sanierungsfall. Außerdem wurde für zwei Töchter ein weiteres Insolvenzverfahren beauftragt. Dieses erfolgte in Eigenverantwortung.

Filialen um Hamburger Zentrale bleiben erhalten

Laut Mitteilungen des Unternehmens laufe der Geschäftsbetrieb in dem Zentrallager und in allen Filialen der Hamburger Zentrale uneingeschränkt weiter. So heißt es, dass alle Geschäfte weiterhin geöffnet haben. Ebenso nicht betroffen ist der Onlineshop. Treue Kunden müssen auf das Angebot von Görtz demzufolge nicht verzichten. Ernsthafte Konsequenzen drohen in erster Linie den Mitarbeitern einiger Filialen.

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Planmäßige Sanierung gestartet

Nach der Beantragung des Schutzschirm-Verfahrens erfolgte die Eröffnung des planmäßigen Sanierungsverfahrens. Zuständig dafür ist das Amtsgericht Hamburg. Demgegenüber steht die Aussage, dass die erfolgten Sanierungen positiv bewertet wird. Sie soll das Insolvenzverfahren stützen.

Als Grund für die Insolvenz gibt der Schuhhändler den drastischen Rückgang der Verkaufszahlen an. Man möchte sich laut öffentlicher Pressemitteilung zukünftig selbst sanieren.

Was passiert beim Insolvenzverfahren?

Einfach ausgedrückt ist ein Insolvenzverfahren die Erklärung der Zahlungsunfähigkeit einer Person oder eines Unternehmens. In diesem Sinne kann die betroffene Person die Rechnungen nicht mehr bezahlen. Sie ist insolvent.

In Deutschland gibt es für diesen Fall zwei Verfahren. Die Privat- oder Verbraucher-Insolvenz und die Regel-Insolvenz. In diesem Zusammenhang sollen die Schulden ordentlich abgewickelt werden. Per se ein Insolvenzverfahren als etwas Schlechtes anzusehen, ist nicht zielführend. Es soll den Weg hin zu einem gesunden finanziellen Neuanfang weisen.

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Viele Filialen geschlossen

Außerdem bedeutet dies eine Schließung für viele nicht rentable Läden. Aktuell laufen Gespräche mit den Vermietern. So mussten bereits Verträge gekündigt werden, wenn die Vermieter die Miete nicht nach unten drücken können.

Davon sind auch Mitarbeiter betroffen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nicht klar, wie viele Standorte von der Schließung wirklich betroffen sind.