Schwere Vorwürfe gegen Müller Milch bei neuem Produkt

Müller Milch in Hand
Symbolbild

Karlsruhe Insider: Porridge.

Eine dicke, weiche Speise aus in Milche oder Wasser gekochtem Hafer, der zum Frühstück gegessen wird, ist laut dem Cambridge-Lexikon die genaue Bezeichnung für Porridge.

Zwischen der Molkerei Alois Müller, die bekannt durch ihre Müller-Produkte ist, und dem Start-up Haferkater ist nun ein Rechtsstreit darüber genannt, was Porridge genannt werden darf und was nicht. Es geht dabei um ein neues Produkt von Müller Milch, welches laut Haferkater unter falschem Namen verkauft werde und mit dem die Müller Milch-Verbraucher getäuscht werden.

Bei dem von Müller Milch hergestellten Porridge werde, so der Vorwurf von Haferkater, Hafer nur zu einem Teil zwischen 5 und 7 Prozent verwendet. Mit der Folge, dass die Konsistenz dieses Produkts flüssig sei und nicht breiig, wovon die Kundschaft von Porridge ausgehen müsste.

Überhaupt habe Müller Milch die Rezeptur seines bestehenden Produktes „Milchreis“ nur minimal verändert, um es nun als Porridge auf den Markt zu bringen.

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Haferkater habe nun beim Landgericht Köln Klage gegen die Molkerei erhoben. Demnach macht Haferkater, die unter anderem an Bahnhöfen Porridge, Bowls und Müsli verkaufen, auch klar, dass es sich bei dieser Klage um eine Art Revanche handelt.

Seit mehreren Jahren werden Unternehmen verklagt, die vegane Alternativen für Milchprodukte begrifflich in Verbindung mit Milch bringen – etwa Hempany, Oatly&Co, und andere. Haferkater fordert diese Sensibilität im Umgang mit Produktbezeichnungen beim Begriff Porridge, erklärte das Unternehmen.

Haferkater bezieht sich auf einen EU-Beschluss, nach dem pflanzlicher Milchersatz nicht mit der Bezeichnung Milch verkauft werden darf, weil dies die Kundschaft täuschen könnte. Aus diesem Grund steht dann meistens auch Drink auf der Verpackung.