Sofort bemerkbar: Getränkepflicht kommt ab Juli in Deutschland

Ein Einkaufswagen wird durch die Getränkeabteilung in einem Supermarkt geschoben. In den Regalen stehen verschiedene Flaschen und auch Kisten mit Bier.
Symbolbild © imago/imagebroker

Diese neue Getränkepflicht soll ab Juli in Deutschland umgesetzt werden und viele Bürger sind nicht begeistert. Sie soll zu mehr Umweltschutz beitragen, auch wenn viele sie als unpraktisch bezeichnen. 

Ab Juli dieses Jahres wird eine neue Getränkepflicht die Gewohnheiten vieler Menschen in Deutschland und der gesamten EU beeinflussen. Die Einführung einer neuen Regelung für Getränke hat schon jetzt für Aufregung gesorgt. Viele Diskussionen wurden in den sozialen Netzwerken entfacht.

Für die Umwelt sind solche Maßnahmen dringend notwendig

Die EU hat beschlossen, dass Getränkebehälter mit einem fortschrittlichen Verschluss versehen werden müssen – den genannten „verbundenen Deckeln“. Diese Deckel sollen helfen, die massive Verschmutzung der Umwelt durch Plastikmüll einzudämmen. Die Idee ist simpel: Die Deckel werden fest mit den Flaschen verbunden und können nach dem Öffnen zur Seite geklappt werden. So können Unternehmen sicherzustellen, dass sie nicht verloren gehen und sie diese später ordnungsgemäß entsorgen können. Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung an der Nordsee hat alarmierende Ergebnisse hervorgebracht. Pro hundert Meter Strand wurden im Schnitt 40 Deckel gefunden, welche die Umwelt verschmutzen. Diese besorgniserregenden Zahlen verdeutlichen die dringende Notwendigkeit solcher Maßnahmen.

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Bürger beklagen sich im Netz über diese Neueinführung

Jedoch stoßen die Einführung dieser neuen Verschlüsse nicht nur auf Zustimmung. Viele Konsumenten äußern ihre Bedenken und Unannehmlichkeiten über die Unhandlichkeit des neuen Systems. Insbesondere beklagen sie, dass die Verschlüsse beim Ausschenken oft umklappen und zu verschütteten Getränken führen. Trotzdem ist die Einführung dieser neuen Vorschrift unumgänglich. Ab dem 3. Juli müssen alle Einweg-PET-Verpackungen mit einem Fassungsvermögen von bis zu drei Litern mit den neuen angebrachten Verschlüssen ausgestattet sein, um den Vorschriften zu genügen.

Während die Diskussion über die Vor- und Nachteile dieser Maßnahme weiterhin anhält, steht fest, dass sie einen bedeutenden Schritt zur Verringerung der Umweltbelastung durch Plastikmüll darstellt. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Veränderung auf den Alltag der Konsumenten auswirken wird und welche weiteren Innovationen in Zukunft auf uns zukommen werden.