Steigende Preise bei Lebensmitteln: Das ist die traurige Wahrheit

Aufgereihte Einkaufswägen
Die Einkaufswägen bei Supermärkten sind für alle Kunden wichtig.

Lebensmittel in den Supermärkten und Discountern werden immer teurer. Tag für Tag. Dies ist eine Folge der Inflation.

Die Jagd nach Schnäppchen hat eine ganz neue Bedeutung bekommen. Früher geschah dies bei vielen nur zum „Spaß.“ Die Freude war einfach groß, wenn man etwas besonders günstig ergattern konnte.

Nun ist Suche nach Schnäppchen für viele Verbraucher zu einem notwendigen Übel geworden. Die Lebensmittel werden von Tag zu Tag teurer. Viele Menschen können sich den Einkauf nicht mehr leisten.

Trotz der ständigen Suche nach Angeboten: Für viele Kunden wird es langsam eng und sie müssen zu unglaublichen Maßnahmen greifen.

Inflation ist erneut gestiegen

Die Inflation steigt stetig weiter. Auch im Mai. Da lag sie bereits bei 7,9 Prozent. Die Folgen sind gravierend: Die Lebensmittelpreise sind innerhalb eines Jahres um elf Prozent gestiegen.

Diese enorme Inflation bedingt sich durch mehrere Faktoren. Die anhaltenden hohen Rohstoffpreise und die Schwierigkeiten in den Lieferketten. Diese bestehen bereits seit längerem. Denn der Ukraine-Krieg sorgt für hohe Sprit- und Energiepreise.

Verbraucher können sich teure Lebensmittel nicht mehr leisten

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Die Kunden der Supermärkte und Discounter sind gezwungen, zu reagieren. Denn sie können diese hohen Preise nicht mehr bezahlen. Sie greifen deswegen zu einer drastischen Maßnahme, um mit den gestiegenen Lebensmittelpreisen klarzukommen.

Das „Institut für neue soziale Antworten“ (INSA) hat eine Umfrage gestartet. Laut dieser kaufen vermehrt Kunden im Discounter und weniger im Supermarkt ein. Etwa gleich viele, (42 Prozent) verzichten mittlerweile auf Fleisch und Fisch. Sie wollen damit Kosten einsparen.

Ein erstaunlich großer Teil (16 Prozent) gibt sogar an, auf ganze Mahlzeiten zu verzichten.

Sozialverband macht sich Sorgen um Geringverdiener

Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele macht sich Sorgen um diese 16 Prozent. Sie hat die Befürchtung, dass sich Geringverdiener bald „nur noch Nudeln und Toast leisten können.“

Diese Sorge ist berechtigt. Denn ist es ist davon auszugehen, dass die Preise für Lebensmittel noch weiter steigen werden. Dann werden wahrscheinlich mehr als 16 Prozent auf Mahlzeiten verzichten müssen.

Verena Bentele fordert daher, dass die Mehrwertsteuer auf frische Lebensmittel gestrichen wird.