Strom wird teurer: Fast alle Energieversorger erhöhen ihre Preise

Vor einem Stromzähler hält eine Hand mehrere 200 Euro Scheine
Symbolbild © imago/Karsten Eggert

Für die Verbraucher in Deutschland gibt es nun die nächste schlechte Nachricht, denn fast alle Energieversorger erhöhen ihre Preise. Damit wird der Strom wieder einmal teurer.

Nun müssen sich die Menschen in Deutschland erneut auf eine schlechte Nachricht einstellen, denn die meisten Energieversorger erhöhen jetzt ihre Preise. Damit wird der Strom wieder teurer und stellt gerade die Ärmeren vor eine neue Herausforderung.

Strompreisbremse entfällt

Seit der Haushaltskrise aufgrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichts, das unter anderem den Klimafonds für verfassungswidrig erklärte, muss die Bundesregierung mächtig sparen. Denn es klafft ein riesiges Loch in der Haushaltskasse. So kürzte die Ampel-Koalition nicht nur Zuschüsse für Bürgergeld-Empfänger, sondern strich auch die Strompreisbremse ersatzlos. Diese Entscheidung führte dazu, dass die Netzbetreiber die Netzentgelte pro Kilowattstunde sofort mehr als verdoppelten.

Die Leidtragenden sind die Bürger dieses Landes. Die Strompreise haben sich in den letzten 15 Jahren mehr als verdoppelt und es scheint kein Ende in Sicht. Die nächste Preiserhöhung steht für den 1. April diesen Jahres an. Über 82 regionale Energieversorger haben bundesweit eine Erhöhung der Preise zu diesem Termin angekündigt.

Diese Energieversorger erhöhen die Preise

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Unter anderem gehören dazu die EnBW aus Karlsruhe und die EWE aus Oldenburg. Somit bitten zwei der größten Konzerne in diesem Bereich ihre Kunden ordentlich zur Kasse. Bei der EnBW bezahlt ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 2.900 Kilowattstunden ab dem 1. April ca. 19 Euro mehr im Monat. Bei der EWE sind es für einen Haushalt mit 2.800 Kilowattstunden jährlich 62 Euro mehr.

Weitere Energieversorger erhöhen ihre Preise bereits ab dem 1. März. Die Erhöhungen sollen durchschnittlich bei ca. sechs Prozent liegen. Beispielsweise muss ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden dann ungefähr 94 Euro mehr pro Jahr bezahlen.

Nicht überall steigen die Preise

Andere Energieversorger – zum Beispiel Enercity aus Hannover oder der bundesweite Versorger E.ON Energie Deutschland – erhöhen ihre Preise nicht. Sie schließen jedoch auch nicht aus, dies zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.

Experten raten den Verbrauchern in Deutschland daher, Strompreise zum Beispiel auf Vergleichsportalen zu überprüfen. Ein Wechsel des Anbieters kann sich durchaus lohnen und dazu führen, dass man ordentlich Geld sparen kann. Nur so ist es möglich, dass die Strompreise bezahlbar bleiben.