Studentin soll monatlich über 500 Euro für Strom an Stadtwerke bezahlen

Frau mit Rechnung in der Hand
Symbolbild © istockphoto//Inside Creative House

Karlsruhe Insider: Schock am Briefkasten.

Eine Studentin aus Kassel staunte nicht schlecht, als sie im Briefkasten einen Brief der Stadtwerke bekam. Als sie den Brief öffnete, bekam sie fast einen Schock: Die Studentin Mera Dra‘awi aus Palästina, die an der Uni Kassel Architektur studiert soll einen monatlichen Abschlag von 520 Euro zahlen.

Die Studentin war daraufhin völlig verzweifelt. Sie bekommt zwar Unterstützung durch ihre Eltern und hat einen kleinen Verdienst als Werksstudentin, aber die 520 Euro im Monat kann sie beim besten Willen nicht aufbringen.

Zunächst versuchte sie, beim Servicetelefon der Stadtwerke jemanden zu erreichen. Sie war sich sicher, dass diese Abrechnung ein einziger Fehler war. Schließlich hatte sie im letzten Ablesezeitraum ihres Stromzählers von Ende Oktober bis dato gerade einmal 107 Kilowattstunden verbraucht.

Wegen dieses sehr niedrigen Verbrauchs hatte sie bislang nur 41 Euro zahlen müssen, und bei der Abrechnung sogar noch die Hälfte erstattet bekommen. Wieso dann plötzlich diese 520 Euro?

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Am Telefon konnte die Sache nicht geklärt werden, denn sie landete bei jedem versuch in der langen Warteschleife. Nach mehreren erfolglosen versuchen wandte sich die Studentin an ihren Vermieter Kay Rohde. Dieser wollte sofort helfen, konnte aus Datenschutzgründen keine Auskunft bekommen.

Zum großen Ärger wurden bereits Ende Mai die ersten 520 Euro abgebucht. Da Frau Dra’awi gut deutsch spreche könne sie ihre Probleme wohl allein lösen. Es gebe aber viele Menschen, die hilflos sind.

Endlich schaffte sie es, im Kundenzentrum ihr Problem vorzutragen. Zudem wollte sie, dass der 520 Euro wieder zurückgebucht werden. Selbst ihre finanziellen Reserven reichen nicht aus, um noch einmal 520 Euro zu zahlen.

Am Ende bekommt sie ihre 520 Euro zurück, und auch der Abschlag wurde zurückgenommen. Nun  soll sie wieder 41 Euro im Monat an Abschlag zahlen.