Experten warnen: Saharastaub wird zur Gefahr für Millionen Bürger

Ein Schild mit Saharastaub.
Symbolbild © imago/ Bihlmayerfotografie

Die aktuelle Wettersituation sorgt für so manch verwunderte Blicke. Derzeit liegt Saharastaub aus Afrika in der Luft, der tatsächlich sogar eine Gefahr für die Bürger darstellen kann. Das zumindest erklären jetzt Experten.

Der aktuell in Deutschland zu sehende Saharastaub soll eine Gefahr für die Bürger und deren Gesundheit darstellen. Daher warnen Experten jetzt vor dem Wetterphänomen.

Sandsturm aus der Sahara

Derzeit besteht in Deutschland laut Experten Gesundheitsgefahr durch Wüstensand. Denn der aus Afrika stammende Saharastaub soll eine große Gefahr für die Bürger darstellen. Aktuell breitet sich der Staube in der Luft weiter aus und zeigt sich auf Autos, Schildern und anderen Gegenständen, die im Freien stehen.

Eine gelbe Schicht bedeckt Autos und Fenster und sorgt nicht nur für einen ungewöhnlichen Anblick, sondern auch für mögliche gesundheitliche Risiken bei der Bevölkerung. Das Umweltbundesamt warnt deshalb davor, dass bodennah auftretender Wüstenstaub einen negativen Effekt auf die menschliche Gesundheit haben könnte.

Insbesondere Personen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) seien gefährdet. Kleine und große Partikel des Staubs könnten Husten, Beschwerden beim Atmen und allergische Reaktionen auslösen und auf lange Sicht sogar zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

Staub aus der Sahara im Vergleich zu anderen Luftverschmutzungen

Trotz seiner Präsenz in der Luft stellt Saharastaub im Vergleich zu Abgasen von Autos oder Rauch, der beim Heizen entsteht, eine geringere Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Die Zusammensetzung aus Quarz, Aluminiumsilikaten, Eisenoxiden, Kalzit und Gips macht den Wüstensand weniger schädlich für die Lunge. Dennoch können während eines Saharastaub-Ereignisses gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten.

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Das Umweltbundesamt veröffentlicht regelmäßig Karten zur aktuellen Qualität der Luft in Deutschland. Diese geben Aufschluss darüber, wie stark der Saharastaub in den verschiedenen Regionen vertreten ist. Personen mit Pollenallergien oder vorgeschädigten Atemwegen wird empfohlen, die Zeit im Freien zu reduzieren und sportliche Aktivitäten im Freien zu vermeiden. Saharastaub kann nicht nur die Luftqualität beeinträchtigen, sondern auch zu Wolkenbildung führen und die Effizienz von Photovoltaikanlagen verringern.

Staub aus der Sahara tritt in Mitteleuropa besonders häufig im Frühling und Sommer auf. In der Regel bleibt der Staub in einer Höhe von 2 bis 7 Kilometern, kann aber auch bodennah auftreten. Eine genaue Vorhersage darüber, wann und wo eine erhöhte Konzentration zu erwarten ist, gestaltet sich jedoch schwierig. Interessant zu wissen ist zudem, dass die Farbe des Staubs Aufschluss über seine Herkunft gibt: Während der Sand in der Westsahara eher rot bis braun gefärbt ist, weist er in östlichen und südlichen Bereichen der Wüste eher gelbliche bis weiße Töne auf.