Am Ende: Veganes Restaurant schließt in Baden-Württemberg

Eine Person isst eine Falafel-Bowl mit Gemüse und Salat. Im Hintergrund stehen gesunde vegane und vegetarische Snacks auf dem Tisch.
Symbolbild © imago/hsyncoban

Ein Schock für viele: Ein sehr beliebtes veganes Restaurant in Stuttgart schließt für immer die Türen, obwohl die Tische immer gut besetzt sind. Damit endet eine über 20-jährige Ära.

Immer mehr Menschen entscheiden sich heutzutage dafür, auf tierische Produkte zu verzichten. Doch veganes Essen war nicht immer so im Trend. Vor 20 Jahren stellen diejenigen, die sich vegan ernähren, noch eine Ausnahme dar und auch so war auch die Auswahl an veganen Gastronomiebetrieben relativ begrenzt. In Stuttgart wurde tatsächlich vor 24 Jahren das erste Restaurant dieser Art eröffnet und erfreut sich seither größter Beliebtheit bei seinen Gästen. Trotz alledem schließt das Restaurant in der Metropole jetzt. Der Grund für die Entscheidung der Inhaber ist sehr überraschend.

Ein echter Pionier

2013 entschieden die Restaurantbetreiber Alexander Körle und Thomas Adam, ihr altes Lokal komplett umzustrukturieren. Sie tauschten die bisherigen Speisekarten gegen eine neue aus. Das Ungewöhnliche zu dieser Zeit war die Tatsache, dass ab diesem Moment nur noch vegane Gerichte in dem Restaurant mit dem Namen „Körle und Adam“ serviert wurden.

So etwas hatte es in der Region bis dahin noch nie gegeben. Bis zum Jahr 2015 blieb das Restaurant tatsächlich auch das einzige rein vegane in der Großstadt. Umso erschreckender sind jetzt die Neuigkeiten, dass das Restaurant in Stuttgart schließt. Für viele Fans ist der Entschluss auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar, denn in dem Lokal war es immer voll. Und das trotz schwieriger Zeiten.

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Der Grund für die Schließung

Die Inhaber erklären auf ihrer Webseite, dass das Restaurant in Stuttgart Ende 2024 endgültig schließt. Sie begründen diesen Entschluss damit, dass ihnen die mit dem Betrieb verbundene Arbeit immer mehr zu schaffen macht. Einer der Inhaber beschreibt seine Arbeit im Restaurant mit den Worten „zunehmend gewaltiger Kraftakt“ und erklärt gleichzeitig, dass er die Zeit in dem Lokal trotzdem als schön und wertvoll ansieht.

Ein wichtiger Punkt in dem Zusammenhang scheint die mit nur 8,5 Quadratmetern sehr kleine Küche zu sein. Die Betreiber schreiben auf ihrer Homepage: „Ein Kollege hat uns mal den Rat gegeben, dass wir uns vergrößern müssten, um richtig Geld zu verdienen“. Im nächsten Satz erklären sie, dass sie den Moment verpasst haben und den Schritt nie gehen wollten. Deswegen ziehen sie jetzt einen Schlussstrich unter ihr Traditionsrestaurant. Wann genau sie den Laden dichtmachen, ist allerdings noch nicht bekannt. Sie schreiben in Bezug auf den Termin, dass sie sich „voller Vertrauen führen lassen.“