Das größte deutsche Barockschloss steht in Baden-Württemberg

Ein Schloss in Baden-Württemberg
Symbolbild © istockphoto/kanvag

Wer gern prächtige Paläste aus vergangenen Zeiten bewundert, sollte unbedingt nach Baden-Württemberg fahren. Denn mit dem Ludwigsburger Residenzschloss steht dort das größte deutsche Barockschloss.

In Deutschland stehen etwa 25.000 Burgen und Schlösser und verzaubern jedes Jahr Millionen Touristen. Baden-Württemberg ist dabei ein sehr beliebtes Reiseziel, denn hier steht nicht nur eine der berühmtesten Ruinen, sondern auch das größte deutsche Barockschloss. Die beiden Destinationen sind nicht einmal weit voneinander entfernt und können wunderbar an einem Tag besucht werden. Denn die bekannte Ruine ist das Heidelberger Schloss, welches über der Altstadt thront. Von dort aus können Besucher etwa eine Stunde weiter nach Ludwigsburg fahren und das prunkvolle Schloss besichtigen.

Ein Rekord

Das größte Barockschloss des Landes ist das Ludwigsburger Residenzschloss und es steht in der gleichnamigen, noch recht jungen Stadt. Wer mit dem Auto anreist, kann das Bauwerk tatsächlich sogar schon von der Autobahn aus bewundern. Denn das imposante Schloss ist mit 450 Räumen und 18 Gebäuden riesengroß und hält damit auch den Rekord.

Es ist das größte erhaltene Schloss seiner Art in ganz Deutschland und wird von vielen auch „das schwäbische Versailles“ genannt. Wer einen Abstecher nach Ludwigsburg macht, sollte jedoch nicht nur das Schloss selbst, sondern auch den dazugehörigen Märchengarten begehen, denn er steht dem Bauwerk mit seiner Schönheit in nichts nach.

Geschichte entdecken

Herzog Eberhard Ludwig hat das Schloss in den Jahren 1704 bis 1733 von dem italienischen Baumeister Donato Guiseppe Frisoni bauen lassen. Dieser erschuf vor 300 Jahren zudem die Grundfeste der Stadt Ludwigsburg. Wer das größte Barockschloss heute besichtigt, bekommt einen authentischen Eindruck vom damaligen Leben.

Besonders geschichtsinteressierte Besucher können zudem an einer der vor Ort angebotenen Führungen teilnehmen, bei denen ein Guide sie durch die beeindruckenden Räume führt und mehr zur Vergangenheit des Bauwerks preisgibt. Seit vorletztem Jahr ist die Begehung sogar mit einer VR-Brille möglich, sodass die Reise in eine andere Zeit noch realistischer wird. Ein weiterer Vorteil der Innovation ist zudem, dass damit auch Menschen mit Behinderungen in den Genuss eines Rundgangs kommen.