Endgültig: Großkonzern schließt ein Werk in Baden-Württemberg

Eine Firma von innen mit Mitarbeitern neben Fließbändern.
Symbolbild © imago/Pond5 Images

Das sind schlechte Nachricht für zahlreiche Arbeitnehmer in Baden-Württemberg. Ein bekannter Großkonzern schließt jetzt direkt ein ganzes Werk. Die Mitarbeiter werden dort schon bald nicht mehr gebraucht.

Die aktuelle wirtschaftliche Situation hat in den letzten Monaten zahlreiche Unternehmen in die Insolvenz getrieben. Eine Reihe weiterer Firmen musste die Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken oder Standorte dichtmachen, um sich über Wasser zu halten. Jetzt hat es auch einen bekannten Möbelhersteller getroffen. Der Großkonzern schließt nun sein gesamtes Werk in Baden-Württemberg. Durch den Wegfall der Produktionsstätte verlieren, so wie es aktuell aussieht, mehrere Mitarbeiter ihren Job. Doch das ist nicht alles, denn scheinbar mussten die Angestellten auch lange unbezahlte Mehrarbeit leisten.

Schwierige Zeiten

Bei dem Großkonzern, welcher jetzt sein Werk im Südwesten des Landes schließt, handelt es sich um das Unternehmen Kessböhmer Holding KG. Seit Jahren ist die Firma erfolgreich im Bereich der Metallverarbeitung tätig. Sie hat sich dabei unter anderem auf die Produktion von Einbau- und Umschlagsystemen für Küchenmöbel spezialisiert.

Aufgrund der wirtschaftlichen Herausforderungen geht es für das Unternehmen mit Hauptsitz in Bad Essen in Niedersachsen bereits seit mehreren Monaten steil bergab. Obwohl der Konzern erst kürzlich die Insolvenz für die Produktionsstätte in Weilheim an der Teck offiziell gemacht hat, betonten die Verantwortlichen, dass das Werk mit knapp der Hälfte der Mitarbeiter weitergeführt werden solle.

Endgültiges Aus

Jetzt ist jedoch klar, dass auch die verbliebenen 103 Angestellten ihre Jobs verlieren werden. Denn der Großkonzern hat nun offiziell gemacht, dass er sein Werk in Weilheim endgültig schließen werde. Besonders schockierend ist diese Nachricht für die Betroffenen sicherlich, weil die Inhaber ihnen jahrelang Hoffnung auf eine Zukunft in dem Konzern gemacht haben.

Der Gewerkschaft IG Metall zufolge hat die Firma die Angestellten jahrzehntelang Überstunden leisten lassen, ohne diese zu bezahlen. Stattdessen hätten die Verantwortlichen den Arbeitern die Sicherung ihrer Arbeitsplätze versprochen. Die Verhandlungen des Unternehmens mit der Gewerkschaft haben Medienberichten zufolge am Montag, den 25. März, ein Ende gefunden. Die Firma macht das Werk nun offiziell dicht. Die von der IG Metall geforderte, sinnvolle Umsetzung eines Sozialplans ist damit gescheitert. Die Gewerkschaftssekretärin erklärt dazu: „Alternativvorschläge des Betriebsrats zum Weiterbetrieb des Werkes Weilheim und eines rechtssicheren Sozialplans wurden einfach vom Tisch gewischt.“ Die letzte Hoffnung liegt nun darin, dass die Firma möglicherweise einen Investor für das Werk findet, um es doch noch zu retten.