Hitze: Großstadt bittet Bürger um Wasser in Baden-Württemberg

Holzfass Wasser Garten
Symbolbild © istockphoto/schulzie

Die Hitze macht den Bäumen einer Großstadt in Baden-Württemberg zu schaffen, daher bittet die Stadt die Bürger um Mithilfe bei der Versorgung mit Wasser.

Insbesondere die Natur leidet unter der andauernden Hitze und dem fehlenden Regen. In Anbetracht der aktuellen Trockenheit werden besonders Bäume im öffentlichen Stadtgebiet nicht ausreichend mit Wasser versorgt. Wir erklären, wie Bürger der Großstadt jetzt helfen können.

Den Bäumen fehlt Wasser

Während die meisten Menschen ihren Garten bei der aktuellen Hitze mit besonders viel Wasser versorgen, kümmert sich niemand um die Bäume an öffentlichen Orten der Stadt. Experten gehen von etwa 50.000 Bäumen aus, die unter der Trockenheit leiden. Dabei werden Bäume auf privaten Grundstücken und im Stadtwald nicht mitgezählt.

Auch städtische Gärtner sind bereits bemüht, die Bäume, Grünflächen und Pflanzen der Großstadt bei der Hitze mit möglichst viel Wasser zu versorgen. Jedoch wird jede helfende Hand von Heidelbergs Einwohnern gebraucht, denn wird ein ausgewachsener Baum nur einmal pro Woche durch Gießen versorgt, benötigt er idealerweise jedesmal 200 Liter Wasser. Bei größerer Verdunstung, wie bei langanhaltender Hitze, ist diese Menge sogar zweimal in der Woche erforderlich.

Dürrejahre in Heidelberg

Inzwischen ist es schon das fünfte Jahr, in dem die Trockenheit den Pflanzen und Bäumen in Heidelberg zu schaffen macht. Da besonders junge Bäume noch kein tiefes Wurzelwerk gebildet haben, sind sie vom Austrocknen bedroht. Die kurzen Wurzeln der Jungbäume kommen noch nicht bis in die tieferen Schichten des Bodens. Dadurch, dass kurze Regenschauer nur die oberen Bodenschichten befeuchten, reicht die Wassermenge für die heranwachsenden Bäume nicht aus.

Lesen Sie auch
Durchgesickert: Neues Schulsystem in Baden-Württemberg geplant

Die Heidelberger Bäume haben bereits in den letzten 5 Jahren unter der Hitze gelitten und so haben vor allem jüngere Bäume aufgrund des fehlenden Wassers größere Schaden genommen. Dazu kommt der erhöhte Parasitenbefall, wodurch ihre Resilienz leidet.

Vor der eigenen Haustür

Wer die Großstadt Heidelberg bei der Wässerung unterstützen möchte, kann die Bäume vor der eigenen Haustür mit Wasser versorgen. Die Stadt betont, dass jede Hilfe willkommen ist und auch kleine Mengen an Wasser einen Unterschied machen.

Die Stadt Heidelberg empfiehlt, betroffene Bäume alle zwei bis drei Tage mit so viel Wasser wie möglich zu versorgen. Helfer sollten die Bäume entweder morgens oder abends gießen, damit die Flüssigkeit tagsüber nicht sofort wieder verdunstet. Auch wer nur eine Gießkanne voll Wasser beisteuern kann, tut einen wertvollen Dienst. Immerhin können es genau diese Liter sein, die den entsprechenden Baum unbeschadet durch den Sommer bringen.