Hunderte Arbeitsplätze: Konzern-Aus droht in Baden-Württemberg

Zwei Männer in blauer Arbeitskleidung arbeiten an der Montage einer Maschine in dem Werk eines Unternehmens in Baden-Württemberg. Zu sehen sind verschiedene Teile der Maschine.
Symbolbild © imago/Photothek

Das sind keine guten Neuigkeiten: Ein großer Konzern steht vor dem Aus und Hunderte Arbeitsplätze in Baden-Württemberg stehen auf dem Spiel. Die Mitarbeiter bangen um ihre Jobs.

Um die Wirtschaft in Deutschland steht es aktuell nicht gut, denn immer mehr Unternehmen zerbrechen an den schwierigen Bedingungen. Extrem gestiegene Kosten in Kombination mit geringer Nachfrage bringen immer mehr Firmen in finanzielle Schwierigkeiten. Das betrifft nicht nur kleine Unternehmen, sondern auch große Weltkonzerne. Seit einiger Zeit ist auch die Zukunft eines bekannten Autozulieferers unklar. Davon, ob die Verantwortlichen die Situation noch einmal herumreißen können, hängen in Baden-Württemberg Hunderte Arbeitsplätze ab. Wir berichten, welcher Konzern vor dem Aus steht und wie die aktuelle Lage aussieht.

Ungewissheit

Bereits Ende 2023 hat der Autozulieferer ZF Friedrichshafen bekannt gemacht, dass er sich aus Deutschland zurückziehen will. Von Anfang an klar war, dass das Werk in Gelsenkirchen geschlossen wird. Doch es gibt noch einen weiteren Standort, der mit der Entscheidung wegfallen könnte. Und zwar das Werk in Eitorf. Bisher ist relativ unklar, was damit passieren soll, denn zuletzt haben die Verantwortlichen Hoffnung darauf gemacht, dass der Standort ohne ZF weiterlaufen könnte.

Ein Nachfolger wurde nach aktuellen Informationen jedoch noch nicht gefunden und so hängen Hunderte Arbeitsplätze in Baden-Württemberg weiterhin am seidenen Faden. Wenn sich niemand findet, will der Konzern den Standort bis spätestens 2027 komplett schließen. Bekannt ist bisher nur, dass ZF selbst aufgrund der schwierigen Lage ab jetzt im Ausland produzieren möchte.

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Kein Plan

Der Konzern hat scheinbar keinen genauen Plan für die Zukunft und ohne einen Nachfolger weiß niemand, wie es weitergeht. Bislang ist daher unklar, ob Hunderte Arbeitsplätze in Baden-Württemberg in den nächsten Monaten wegfallen werden. Für 500 Angestellte heißt dies extreme Existenzangst und Ungewissheit.

Bislang gab es zwar einen interessierten Investor, dieser entschied sich letztendlich jedoch gegen die Übernahme des Werks. Der Konzern hat klargemacht, dass der Standort unwirtschaftlich ist und bis 2027 weg muss. Trotz alledem liegt dem Bürgermeister der Stadt jedoch bislang kein Schließungsbeschluss vor. Das kann auch daran liegen, dass die Wirtschaftlichkeit des Werks noch auf dem Prüfstand steht. Denn der Betriebsratsvorsitzende von ZF ist der Überzeugung, dass die Produktion weiterhin profitabel sei, und fordert den Erhalt. Jetzt soll genauer geprüft werden, was getan werden kann, um die Arbeitsplätze zu sichern.