Krise angekündigt: Familienkonzern schickt jetzt viele in Kurzarbeit

Eine Frau mit Rucksack in einer Einkaufsstraße
Symbolbild © imago/Michael Gstettenbauer

Ein weiteres Unternehmen ist durch die wirtschaftliche Situation ins Wanken geraten. Jetzt schickt der Familienkonzern Teile der Belegschaft in Kurzarbeit. Doch die Angestellten haben extremes Glück.

Es gibt kaum eine Woche, in der das Wort Insolvenz oder Kurzarbeit nicht in den Schlagzeilen steht. Vor allem die Unternehmen der Automobilindustrie tun sich aktuell aufgrund der extrem gestiegenen Kosten und der verschlechterten Auftragslage schwer. Doch auch die Modeindustrie kämpft mit den gestiegenen Bezugspreisen und dem zurückhaltenden Kaufverhalten der Kunden. Jetzt schickt ein weiterer bekannter Familienkonzern einen großen Teil seiner Belegschaft in Kurzarbeit. Doch der Konzern gestaltet die Maßnahme anders als üblich.

Nach dem Hoch kommt das Tief

Bei dem Unternehmen handelt es sich um Vaude, welches sich auf die Produktion von Outdoor-Ausrüstung spezialisiert hat. Für viele kommt die Nachricht, dass der Konzern in finanziellen Schwierigkeiten steckt, aus dem Nichts. Denn besonders während der für viele Firmen kritischen Coronazeit erlebte Vaude ein echtes Hoch. Die Zahl der Online-Bestellungen schoss in die Höhe, da die meisten Menschen sich durch die hohe Ansteckungsgefahr vor allem für den Outdoor-Sport begeisterten.

Besonders der Fahrradsport erlebte während der Pandemie einen echten Boom und so machte der Verkauf von Fahrradausrüstung sogar die Hälfte des Gesamtumsatzes bei Vaude aus. Doch nach dem unerwarteten Hoch kam nun der Fall, denn die Umsätze sind Medienberichten zufolge schlagartig zurückgegangen. Die Entwicklung scheint so drastisch zu sein, dass der Familienkonzern jetzt zahlreiche Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt.

Lesen Sie auch
Kahlschlag: Mercedes verkauft alle Autohäuser in Baden-Württemberg

Es besteht Hoffnung

Nach aktuellen Informationen schickt das Familienunternehmen insgesamt 70 Mitarbeiter vorübergehend in Kurzarbeit. Die Maßnahme bedeutet jedoch nicht weniger Geld für die Angestellten, wie es sonst üblich ist. Vaude ist seit Jahren für seine soziale Verantwortung bekannt und beweist auch jetzt wieder, dass die Menschen bei dem Konzern an erster Stelle stehen. So muss die Firma die Produktionskapazität aufgrund der gesunkenen Nachfrage zwar reduzieren, wodurch die Mitarbeiter nicht in vollem Stundenumfang benötigt werden. Das Gehalt will der Konzern jedoch nicht kürzen. So bedeutet Kurzarbeit in diesem speziellen Fall für 70 Mitarbeiter 20 Prozent weniger Arbeitszeit bei vollem Gehalt.

Die Verantwortlichen hoffen, dass das Geschäft bald wieder besser läuft, und haben die Maßnahme aktuell nur für drei Monate bestätigt. Es bleibt zu hoffen, dass es bald wieder mehr Bestellungen und mehr zu tun gibt, sodass die Kurzarbeit nicht verlängert werden muss und der Konzern wieder auf sicheren Beinen steht.