Solaranlage erzeugt Strom auf Wasser in Baden-Württemberg

Eine Solaranlage an einem See in Hong Kong
Symbolbild © istockphoto/Derek Yung

Gute Neuigkeiten für die Umwelt: In dem Ort Bad Schönborn erzeugt schon bald eine riesige, neue Solaranlage Strom auf dem Wasser. Die Fläche beträgt unglaubliche 9,3 Hektar.

In Baden-Württemberg wird seit Donnerstag (21. März.2024) ein gigantisches Projekt im Bereich der erneuerbaren Energien umgesetzt. Konkret entsteht in Bad Schönborn eine gigantische Solaranlage, die bald Strom auf dem Wasser erzeugt. Geplant sind insgesamt mehr als 9 Hektar Solarpaneele, welche zusammen die leistungsstärkste Solaranlage auf dem Wasser in ganz Deutschland darstellen. Die Paneele sollen schon im Sommer 2024 die erste Energie erzeugen. Diese fließt dann jedoch nicht komplett ins öffentliche Stromnetz. Denn die Stadt hat ganz konkrete Pläne mit der Energie.

Rekord

Die neue Solaranlage in Bad Schönborn erzeugt ab Sommer 2024 planmäßig unglaubliche 15,3 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Um diese Leistung zu erbringen, wird die Stadt eine Fläche von insgesamt 9,3 Hektar des Philippsees mit Solarpaneelen belegen. Wer die Chance hat, die Anlage von oben zu betrachten, wird eine Art treibendes Floß auf dem Wasser erkennen können.

Die tatsächliche Größe der Solaranlage ist dabei kaum vorstellbar. Um eine Idee zu haben, kann man sich die Anlage allerdings gut als eine Aneinanderreihung von zwölf Fußballfeldern vorstellen. Durch ihre Größe und Leistung stellt die neue Anlage in Baden-Württemberg die bisher größte ihrer Art in Dumersheim in den Schatten. Diese befindet sich auf dem Stürmlinger See und misst nur insgesamt 6 Hektar.

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Für die Umwelt

Eine schwimmende Solaranlage, die etwa 15 Gigawattstunden Strom erzeugt, ist ein bedeutender Schritt für die Umwelt. Der Bürgermeister der Stadt selbst sagt dazu: „Mit der Realisierung der PV-Anlage kommen wir als Gemeinde dem Ziel der Landesregierung, zwei Prozent der Flächen für regenerative Energie-Anlagen zu nutzen, einen großen Schritt näher.“ Geplant war ursprünglich sogar eine noch größere Anlage. Die Umsetzung scheiterte allerdings an Regelungen der Regierung.

Diese sehen aktuell vor, dass eine solche Anlage nur maximal 15 Prozent Fläche eines Sees bedecken darf. Ob die Vorschriften in Zukunft abgeändert werden, sodass die Solarfläche vergrößert werden kann, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass mit Inbetriebnahme in diesem Sommer das örtliche Kieswerk vollständig mit Solarstrom betrieben werden kann. Was an Energie übrig bleibt, wird dann dem öffentlichen Stromnetz zugeführt.