Spielwarenhersteller gibt Standort in Baden-Württemberg auf

Ein Laden in der Stadt in dem viele Regale voller verschiedener Spielzeuge für Kinder stehen. In dem Spielzeuggeschäft gibt es Gesellschaftsspiele, Autos und Bausteine.
Symbolbild © imago/Joko

Ein beliebter Spielwarenhersteller gibt einen wichtigen Standort auf und zieht sich aus Baden-Württemberg zurück. Die Inhaber verfolgen einen klaren Plan und haben auch an die zahlreichen Mitarbeiter gedacht.

Jetzt gibt ein großer Spielwarenhersteller seinen Standort in Baden-Württemberg auf. Doch dahinter steckt keine Insolvenz, sondern eine Umstrukturierung des Unternehmens. Wir berichten, wie die Zukunftsplanung des Spielzeugriesen aussieht und was aus den Mitarbeitern wird.

Das Unternehmen wird komplett neu organisiert

Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation gehen immer mehr Unternehmen pleite. In Konsequenz verlieren jeden Monat zahlreiche Menschen ihren Job und müssen sich neue Arbeitsstellen suchen. Jetzt ist auch noch bekannt geworden, dass ein erfolgreicher deutscher Spielwarenhersteller seinen Standort in Baden-Württemberg aufgibt.

Dabei handelt es sich um das Traditionsunternehmen Schleich, welches für seine Tierfiguren für Kinder bekannt ist. Offenbar hat auch das 1935 von Friedrich Schleich gegründete Unternehmen mit der wirtschaftlichen Lage zu kämpfen. Medienberichten zufolge sind die Erlöse allein im letzten Jahr um etwa 15 Prozent auf 234 Millionen Euro gesunken. Ein Grund dafür ist sicherlich die Tatsache, dass die Menschen 35 Millionen Tierfiguren weniger gekauft haben.

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Jetzt stellt sich die Firma ganz neu auf

Insolvent ist der Spielwarenhersteller damit zwar nicht, aber er gibt seinen Standort in Baden-Württemberg auf. Bislang befand sich der Hauptsitz des Unternehmens in Schwäbisch Gmünd, doch dieser soll mit Beginn des Jahres 2025 nach München verlegt werden. Und damit nicht genug. Das Unternehmen strukturiert zahlreiche Prozesse um und übergibt in dem Zuge auch die Logistik an einen externen Partner. Außerdem sollen die Finanzen sowie der Kundenservice von Schleich ab dem neuen Jahr in Prag abgewickelt werden.

Ziel der Umstrukturierung ist es, die eigenen Kernkompetenzen zu stärken, Prozesse schlanker zu gestalten und die Zusammenarbeit zu verbessern. Für die aktuell rund 250 Mitarbeiter in Schwäbisch Gmünd ist das eine beängstigende Entwicklung, denn sie haben, so wie es aussieht, nur zwei Optionen. Entweder sie suchen sich einen neuen Job oder sie wechseln mit dem Unternehmen zu einem anderen Standort. Denn dieses Angebot möchte das neue Management des Konzerns den Angestellten immerhin ermöglichen.