Statistik: Baden-Württemberg gehört zu den sichersten Ländern

Ein Polizeihubschrauber kreist am Himmel.
Symbolbild © istockphoto/Teka77

Wer hätte das gedacht: Baden-Württemberg gehört laut einer aktuellen Statistik ganz klar zu den sichersten Ländern Deutschlands. In der Region werden extrem wenige Straftaten begangen.

Besonders Familien legen bei der Wahl des Wohnorts Wert auf Sicherheit. Und genau damit kann das Bundesland Baden-Württemberg punkten, denn es gehört zu den sichersten Ländern in Deutschland. Die Anzahl der Straftaten ist im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht gestiegen, allerdings handelt es sich dabei laut Report immer noch um ein sehr humanes Niveau. Auffällig ist allerdings, dass insbesondere einige bestimmte Delikte die Zahlen in die Höhe getrieben haben. Innenminister Thomas Strobl möchte in Zukunft vor allem die Einsatzkräfte besser schützen.

Viele Verstöße gegen das Ausländerrecht

Die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik wurde veröffentlicht und damit ist klar, dass das Land Baden-Württemberg zu den sichersten in Deutschland gehört. Laut des Reports kam es pro 100.000 Einwohner in dem Land zu gerade einmal 4.952 Straftaten. Davon ist ein erstaunlich großer Anteil Verstößen gegen das Ausländerrecht zuzuordnen. Lässt man diese Delikte außen vor, handelt es sich bei dem Wert um das zweitniedrigste Ergebnis der letzten zwanzig Jahre.

Eine Ausnahme stellen dabei lediglich die Jahre dar, in denen die Pandemie Deutschland fest im Griff hatte. Erfreulich ist zudem, dass 61,2 Prozent aller Straftaten in dem Bundesland von der Polizei aufgeklärt werden konnten. Der stellvertretende Ministerpräsident Thomas Strobl betont in Bezug auf die Kriminalstatistik, dass vor allem die wirtschaftliche Krisensituation und die Menge an geflüchteten Menschen sich in der Statistik bemerkbar machen würden. So kam es im letzten Jahr mit 36.000 Fällen zu einem neuen Rekord im Bereich der Verstöße gegen das Ausländerrecht.

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Klare Maßnahmen

Besonders in Bezug auf Straftaten der Allgemeinkriminalität gehört Baden-Württemberg zu den sicheren Ländern. Denn mit insgesamt 559.000 erfassten Delikten gab es im Vergleich zu den Jahren 2017 bis 2019 kaum einen Anstieg. Die häufigsten Verstöße waren dieses Jahr laut Report Ladendiebstähle, Schwarzfahren und einfache Körperverletzung. Dabei sieht der Innenminister einen klaren Zusammenhang zwischen der Inflation und den Diebstählen.

Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum machen in Bezug auf alle Fälle nur etwa 9 Prozent aus. Die Polizeit hat dabei über 80 Prozent der Täter fassen können. Thomas Strobl merkt dazu an: „Die Flüchtlingsbewegung macht auch nicht an unserer Kriminalitätsstatistik halt. Im Gegenteil: Die steigenden Zahlen bei der Migration sind auch in der Statistik angekommen.“ Klar ist mit dem Report aus dem Jahr 2023 auch, dass die Tatverdächtigen immer jünger werden. Die Jugendkriminalität ist tatsächlich um 8 Prozent im Vergleich zu 2022 gestiegen. Leider hat auch die Gewalt gegenüber Einsatzkräften mit 11 Prozent zugenommen. Das Land will zukünftig unter anderem durch Bodycams und spezielle Fortbildungen sowie präventive Maßnahmen für mehr Sicherheit beim Einsatz sorgen.