Über 1000 Arbeitsplätze: Stellenabbau droht in Baden-Württemberg

Der Standort vom Unternehmen Bosch in Baden-Württemberg
Symbolbild © imago/Arnulf Hettrich

Es ist eine Hiobsbotschaft für Baden-Württemberg: Beim Technologiekonzern Bosch stehen jetzt über 1.000 Arbeitsplätze auf der Kippe. Sogar ein Tochterunternehmen ist von der Situation betroffen und muss Stellen streichen.

Die Inflation hat Deutschland nach wie vor fest im Griff und sogar bekannte Erfolgsunternehmen geraten zwischen zurückgegangener Auftragslage und immer höheren Kosten nach und nach ins Wanken. Jetzt hat es auch den Technologieriesen Bosch getroffen, denn Medienberichten zufolge steht den Mitarbeitern ein drastischer Stellenabbau bevor, bei dem über 1.000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. Auch ein Tochterunternehmen, welches sich auf Haushaltsgeräte spezialisiert hat, hält dem Druck nicht mehr stand und streicht rigoros. Wir berichten, worauf die Angestellten sich einstellen müssen.

Jobs fallen weg

Dass das Unternehmen Bosch mit der wirtschaftlichen Situation zu kämpfen hat, ist nichts Neues. Immerhin hat der Konzern bereits Anfang des Jahres angekündigt, dass es einen drastischen Abbau von Stellen in der Sparte Automotive geben werde. Doch damit nicht genug, denn kurz darauf fügte Bosch hinzu, dass auch Jobs im Bereich Werkzeuge wegfallen würden. Die Neuigkeiten sind besorgniserregend, denn bei dem Bereich Automotive handelt es sich um die erfolgreichste Sparte des Unternehmens. Immerhin ist der Konzern aus Stuttgart der weltweit größte Autozulieferer.

Und die Bedenken haben sich schnell bestätigt, denn jetzt stehen erneut über 1.000 Arbeitsplätze auf der Kippe. Auch das Unternehmen BSH, welches gemeinsam von den Giganten Siemens und Bosch ins Leben gerufen wurde, hat finanzielle Schwierigkeiten. Bei BSH liegt der Fokus auf dem Bereich Haushaltsgeräte. Doch dieser verzeichnet aktuell scheinbar weitaus weniger Umsätze als noch zuvor.

Weniger Nachfrage

Eine Sprecherin des Tochterunternehmens erklärte kürzlich, dass infolge der Baukrise in Deutschland auch der Bedarf an Neubauküchen drastisch gesunken sei. Zusammen mit dem Ende der Corona-Sonderkonjunktur zwinge die zurückgegangene Auftragslage das Unternehmen, die Personalstrukturen zu verändern. Doch damit steht BSH definitiv nicht allein da, denn auch der Konkurrent Miele hat kürzlich entschieden, dass er über 1.000 Arbeitsplätze streichen muss.

Die gesamte Branche kämpft. Die Senkung der Personalkosten ist dabei für die meisten Konzerne der nächste wichtige Schritt, um zu überleben. Während beim Mutterkonzern Bosch bereits feststeht, dass insgesamt 3.000 Jobs wegfallen, ist der Umfang bei BSH noch unklar. Die Verhandlungen mit den Vertretern der Arbeitnehmer sind in vollem Gange und es bleibt zu hoffen, dass eine schonende Lösung für die Mitarbeiter gefunden wird.