Weltweit bekannt: Traditionsprodukt kommt aus Baden-Württemberg

Waschmittel in einem Regal im Supermarkt
Symbolbild © imago/Karina Hessland

Jeder kennt es, jeder nutzt es. Es handelt sich um ein Traditionsprodukt mit einer langen Geschichte. Heute weltweit verbreitet, stammen seine Ursprünge aus unserem Bundesland Baden-Württemberg.

Viele Dinge, die im Laufe der Geschichte erfunden wurden, sind heutzutage aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Dabei sind es in der Regel die kleinen, unscheinbaren Helfer, die oft einen bedeutenden Nutzen haben. Ein solches Produkt wurde in unserem Land entwickelt. Schon bald darauf verbreitete es sich weltweit.

Traditionsprodukt verbessert Hygiene

Weltweit ist Hygiene ein wichtiger Faktor, dessen Bedeutung oftmals unterschätzt wird. Zwar werden uns in der heutigen Zeit viele Grundregeln für Sauberkeit bereits in die Wiege gelegt, dennoch ist deren Einfluss auf die Menschheitsgeschichte eher unterbewertet. Schon immer spielte die Hygiene eine entscheidende Rolle, wenn es darum ging, Fortschritte zu erlangen. Die Menschheit wäre ohne sie heutzutage nicht die gleiche. Denn wenn Keime und Viren die Menschen beeinträchtigen, bleibt deren Weiterentwicklung auf der Strecke. Ausgerechnet ein Mann aus Baden-Württemberg entwickelte damals ein Traditionsprodukt, dass vielen Menschen weltweit ihren Alltag erleichterte.

Die Rede ist vom Papiertaschentuch. Dies mag sich im ersten Moment nicht besonders spektakulär anhören. Denn wer macht sich schon Gedanken um etwas, das nach einmaliger Benutzung im Müll landet? Doch genau dies sorgte eben dafür, dass Keime und Viren weltweit eingedämmt werden konnten. Und Gedanken darüber machten sich tatsächlich schon einige Erfinder im Laufe der Geschichte. So sollen in Asien damals bereits die ersten Einwegtaschentücher erfunden worden sein, die nach Benutzung ins Feuer geworfen wurden.

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Erfindung des Taschentuchs aus Zellstoff

Berichten zufolge soll das erste Taschentuch, damals noch aus Stoff, um 1300 erfunden worden sein. Jahrhunderte später entwickelte der hessische Unternehmer Gottlob Krum dann die erste Version des uns heute bekannten Taschentuchs aus Zellstoff. Um es angenehmer für die Nase machen, wurde es in Glycerin getränkt. So entstand der Vorläufer des Traditionsprodukts, das wir heute weltweit alle kennen.

Ende des 19. Jahrhunderts meldete der Erfinder ein Patent an. Dennoch dauerte der tatsächliche Erfolg des Taschentuchs nochmals einige Jahrzehnte, bevor es sich in der Bevölkerung weltweit durchsetzen konnte. Denn dies geschah erst im Jahr 1929, als die Papierwerke Nürnberg das „Tempo“-Taschentuch patentieren ließen. Bald darauf verbreitete sich das Traditionsprodukt in aller Welt. Aus unseren Taschen ist es heute nicht mehr wegzudenken.