„Zugebissen“: Wölfe treiben ihr Unwesen in Baden-Württemberg

Ein Wolfsrudel mit vier verschiedenen Wölfen ist im Wald unterwegs. Die Tiere laufen über eine grüne Wiese und kommen aus dem Dickicht. Sie laufen entspannt, ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen zu haben.
Symbolbild © istockphoto/Ondrej Prosicky

Am nächsten Tag lagen mehrere Schafe tot am Boden. Eine Untersuchung ergab, dass vermutlich Wölfe dafür verantwortlich waren. Nach ersten Sichtungen scheint sich diese Befürchtung zu bestätigen. Wölfe treiben in Baden-Württemberg ihr Unwesen.

Die Angst vorm bösen Wolf ist so alt wie die Menschheitsgeschichte. Nun gibt es nicht nur Sichtungen von Wölfen in der Region, sondern auch den Verdacht, dass erste Wölfe Schafe gerissen haben. Diese Region Baden-Württembergs scheint besonders gefährdet zu sein. Inzwischen ist auch die Sorge der Bevölkerung groß, die Wölfe könnten ihnen zu nahe kommen.

Wölfe treiben ihr Unwesen in Baden-Württemberg

Im Landkreis Rudersberg wurden zwei tote Schafe gefunden. Die Untersuchungen ergaben, dass vermutlich Wölfe für den Tod der Tiere verantwortlich sind. Mit den Untersuchungen wurde die FVA, die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt, beauftragt. Hier gingen die Meldungen über die gerissenen Schafe ein. Weitere Informationen erhielt dann das Umweltministerium. Die Tupferproben konnten im Zentrum für Wildtiergenetik genetisch untersucht werden. Und hier stand das Ergebnis nach kurzer Zeit fest.

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Wölfe in verschiedenen Landkreisen unterwegs

Aber bis heute hat man keine weiteren Informationen über den entsprechenden Wolf als Verursacher. So kann noch nicht einmal gesagt werden, ob sich der Wolf noch im Raum Rudersberg aufhält oder weitergewandert ist. Ein weiteres totes Schaf wurde im April im Rems-Murr-Kreis gefunden. Die Vermutung liegt nahe, dass Wölfe in Baden-Württemberg ihr Unwesen treiben und es in Zukunft zu mehreren ähnlichen Vorfällen kommen könnte. Zudem gab es auch im Kreis Karlsruhe mehrere Sichtungen von Einzeltieren und Vermutungen einer Rudelbildung.

Im letzteren Fall steht jedoch fest, dass der Wolf nicht der Verursacher war. Die entsprechenden Informationen wurden zwischenzeitlich an die Gutachter weitergeleitet. Der Landkreis Rudersberg sowie der Rems-Murr-Kreis liegen außerhalb der Fördergebiete für die regionale Wolfsprävention. Somit werden nur relevante Ergebnisse an die Kommunen und dann auch an das Landratsamt weitergeleitet. Weitere Maßnahmen sind in diesem Gebiet nicht zu erwarten.