Alte Schule bei Karlsruhe soll zur Flüchtlingsunterkunft werden

Flüchtlinge sitzen am Rande einer Zeltstadt
Symbolbild © istockphoto/ardasavasciogullari

Eine alte Schule bei Karlsruhe soll nun zur Flüchtlingsunterkunft werden, da es viel zu wenig Platz gibt. Mittlerweile regt sich auch der Widerstand in der Bevölkerung und im Gemeinderat.

Das Land plant ausgerechnet in einer ehemaligen Schule bei Karlsruhe eine neue Erstaufnahmeeinrichtung. Doch die Bevölkerung ist anderer Meinung und will sich gegen die Flüchtlingsunterkunft wehren.

Alte Schule bei Karlsruhe soll zur Flüchtlingsunterkunft werden

In Bruchsal bei Karlsruhe steht eine alte Schule. Sie steht seit einiger Zeit leer und wird nicht mehr genutzt. Genauer gesagt handelt es sich um eine ehemalige Feuerwehrschule. Indessen gibt es von Seiten des Landes die Idee, dort Flüchtlinge unterzubringen. Doch vor allem die Anwohner spielen da nicht mit. Auch viele Gemeinderäte sowie die Stadtverwaltung Bruchsal sind gegen die Einrichtung der Flüchtlingsunterkunft in der alten Schule bei Karlsruhe.

15.000 neue Plätze in Baden-Württemberg schaffen

Doch so einfach ist es nicht: Das Gelände gehört eigentlich dem Land. Und das sucht dringend neuen Platz für Flüchtlinge. Rund 500 Plätze will man jetzt in Bruchsal schaffen. Dem Vernehmen nach hat das Ministerium für Migration und Justiz nicht mehr viel Spielraum, wenn es um neue Unterkünfte geht. Langfristig will man in Baden-Württemberg 15.000 neue Plätze zur Verfügung stellen, so steht es wohl auch im Asylgesetz des Bundes.

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Stadtverwaltung und Gemeinderäte stellen sich dagegen

Der Gemeinderat hat sich immer wieder mit dem Thema beschäftigt. Im Ernstfall würde man sich wohl auch gegen die Stimmen der Bürger behaupten und die Erstaufnahmeeinrichtung in der alten Schule bei Karlsruhe durchsetzen. Eine Befristung auf fünf Jahre ist vorgesehen. Das Gelände rund um die stillgelegte Landesfeuerwehrschule liegt direkt an der B3. Seit langem besteht der Wunsch, hier Wohnraum zu schaffen.

Land und Stadt hatten sich bereits vor einigen Jahren darauf verständigt. Ursprünglich war sogar ein städtebaulicher Wettbewerb geplant. Ob der überhaupt noch kommt, ist nicht mehr sicher. Vor Ort ist man sich aber darüber einig, dass man den Bürgern der Stadt wohl keine weiteren 500 Plätze für Flüchtlinge mehr zumuten möchte. Die Belastungsgrenze sei wohl längst überschritten, heißt es von offizieller Seite.