Aufruhr beim Karlsruher SC: Präsident steht wohl vor dem Aus

Der Karlsruher SC mit allen seinen Spielern auf dem Spielfeld
Symbolbild © imago/Fussball-News Saarland

In den letzten Monaten gab es große Unruhen im Verein. Ursache war wohl der Präsident des Karlsruher SC, der nun vor seinem Abgang steht. Es gibt schwere Vorwürfe – die Fronten sind verhärtet.

Die Stimmung im Verein war in letzter Zeit alles andere als gut. Immer wieder gab es Unruhe nach außen. Jetzt soll es bei der letzten Vereinssitzung eine Abstimmung gegeben haben. Demnach soll der Präsident des Karlsruher SC vor dem Aus stehen. Das Ganze kommt nicht gerade freiwillig.

Abwahl in der Sitzung: Karlsruher-SC-Präsident vor dem Aus

Am Donnerstag soll sich die Mehrheit für einen Abgang des amtierenden Präsidenten des Karlsruher SC ausgesprochen haben. Genau gesagt trifft es nicht den Präsidenten selbst, sondern den aktuell amtierenden Vizepräsidenten Martin Müller. Rund 61 Prozent aller stimmberechtigten Mitglieder sollen die Abwahl unterstützt haben.

Die Versammlung fand nicht vor Ort, sondern virtuell statt und dient vor allem der Abwahl des bisherigen Vizepräsidenten Martin Müller. Vorausgegangen war ein monatelanger, sehr intensiver Streit des Präsidiums innerhalb des Verbandes.

Interna nach außen getragen – schwere Vorwürfe

Man spricht in diesem Zusammenhang von nicht mehr zu überbrückenden Differenzen. Doch der amtierende Vizepräsident lässt sich das nicht gefallen. Er wurde mit harten Vorwürfen konfrontiert, die er bis heute bestreitet. So steht der Vorwurf im Raum, der Vizepräsident des Karlsruher SC habe intern Informationen an die Öffentlichkeit weitergegeben.

Nach seiner eigenen Aussage seien die Dinge, die er an die Öffentlichkeit gegeben habe, inhaltlich immer stimmig gewesen. In diesem Zusammenhang räumte der Vizepräsident des Karlsruher SC aber auch ein, oftmals sehr überzogen, emotional und unsachlich reagiert zu haben.

Kein Weg mehr zusammen beim Karlsruher SC

Die Fronten scheinen jedoch endgültig verhärtet zu sein, wie auch das bestätigte Ergebnis der digitalen Sitzung zeigt. Wie es an dieser Stelle weitergeht, wird wohl erst einmal verbandsintern geklärt werden. Es bleibt zu hoffen, dass an der Vereinsspitze endlich Ruhe einkehrt, damit man sich wieder auf das konzentrieren kann, worauf es ankommt: eine starke Mannschaft, die Siege nach Hause bringt.