Aus Baggerseen: Tier-Invasion in Karlsruhe – Stadt erlegt 600 davon

Ein Baggersee oder Badesee - im Hintergrund eine Holzhütte oder ein Ferienhaus mit Bootssteg. Daneben ein Anleger für Urlaubsboote, Kajütboote, Paddelboote und Motorboote.
Symbolbild © imago/Zoonar

In Karlsruhe gab es eine Tier-Invasion, die das gesamte Ökosystem in Gefahr bringen könnte. Der Stadt blieb nichts anderes übrig, als die Tiere aus den Gewässern zu entfernen.

Invasive Arten breiten sich zu Tausenden in der Natur aus und gefährden zunehmend die heimische Flora und Fauna. Bereits im vergangenen Jahr gab es eine Tier-Invasion in Karlsruhe und auch in diesem Jahr hat man bereits erste Funde gemacht. Die Verantwortlichen müssen daher viel Energie aufwenden, um eine ökologische Katastrophe zu verhindern.

Gefährliche Tier-Invasion in Karlsruhe

Nach einer Tier-Invasion in Karlsruhe mussten die Verantwortlichen im letzten Jahr 630 Tiere töten. Doch damit nicht genug: Taucher entnahmen auch die Kaulquappen aus den Baggerseen, um eine weitere Vermehrung zu verhindern. Das muss sehr mühsam gewesen sein, denn die Taucher mussten das Gewässer mit Keschern absuchen.

Bei den betroffenen Tieren handelt sich um Ochsenfrösche. Sie verdrängen im Raum Karlsruhe zunehmend die heimischen Amphibien. Außerdem sind Ochsenfrösche selbst für die Vögel hierzulande eine Gefahr. Die Tiere kommen in unserem Ökosystem nicht von Natur aus vor, sie sind zugewandert oder man hat sie ausgesetzt. Genau deshalb bedrohen die Ochsenfrösche auch die heimische Flora und Fauna vor Ort. Man kann heute davon ausgehen, dass die Ochsenfrösche mit Erlaubnis des Regierungsbezirks Karlsruhe gejagt werden dürfen. Zum Teil werden sie von den Booten aus gesichtet und dann mit Gewehren erlegt, um eine Tier-Invasion in Karlsruhe zu verhindern.

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Ochsenfrösche – Bedrohung für heimische Tierarten

Heute geht man davon aus, dass die Tiere bereits in den 1990er-Jahren in Baden-Württemberg ausgesetzt wurden. Dies soll vor allem in den Gewässern der Gemeinden Linkenheim-Hochstetten und Eggenstein-Leopoldshafen sowie in Baggerseen der Fall gewesen sein. Dort gibt es auch vereinzelte Nachweise. Mancherorts, zum Beispiel in Ötigheim, ging man so weit, das Wasser eines Biotopweihers komplett abzulassen.

Am Ende konnte man die Kaulquappen des Ochsenfrosches herausholen. In der Nähe hat man auch einen ausgewachsenen Ochsenfrosch gefunden. In seiner Heimat hat der Ochsenfrosch Fressfeinde, wie zum Beispiel Alligatoren, Krokodile und Schlangen. Am Oberrhein hat er jedoch keine Feinde und kann sich so ungebremst vermehren.