Außer Betrieb: Unbekannte bekleben Blitzer im Kreis Karlsruhe

Ein mobiler Blitzer wartet auf unvorsichtige Autofahrer.
Symbolbild © istockphoto/Ilari Nackel

Blitzer sind für viele Verkehrsteilnehmer ein echtes rotes Tuch. Ärgerlich ist es immer dann, wenn man in eine Radarfalle fährt und mit einem hohen Bußgeld rechnen muss. Jetzt haben Unbekannte Blitzer im Kreis Karlsruhe zugeklebt.

In einer spektakulären Aktion sorgten Unbekannte dafür, dass Blitzer im Kreis Karlsruhe außer Gefecht gesetzt wurden.

Blitzeraktion sorgt für Aufsehen

Ausnahmsweise ist es einmal nicht ein großangelegter Blitzermarathon der Polizei, der derzeit für viel Aufsehen sorgt. Vielmehr handelt es sich darum, dass Unbekannte Blitzer im Kreis Karlsruhe so beklebt haben, dass diese dadurch außer Betrieb gesetzt waren. Dass so etwas bei einigen Verkehrsteilnehmern für Begeisterung gesorgt haben dürfte, ist selbstredend.

Kürzlich gab es viele Diskussionen darüber, dass ein neues Blitzer-System eingeführt werden soll, welches in der Lage sein soll, Autofahrer und Lkw-Fahrer zu erkennen und zu blitzen, sobald diese ein Mobilgerät am Steuer nutzen. Smartphone oder Tablet während der Fahrt zu verwenden ist höchst gefährlich und steht nicht umsonst unter hohen Strafen.

Klebe-Aktion geht viral

Dieses Mal sind es keine Klimaaktivisten, die mit einer Klebe-Aktion auf sich und ihre Anliegen aufmerksam machen: es Unbekannte, die einen Blitzer so mit Klebeband bearbeitet haben, dass die Blitzgeräte außer Betrieb waren. Sie klebten gleich mehrere Radarfallen ab.

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In sozialen Netzwerken wurden die Blitzer in der Pforzheimer Straße am Ortsausgang, aus Richtung Auerbach kommend von Langensteinbach so wie am Langensteinbacher Schwimmbad, sowie die Radarfalle in der Enzstraße in Spielberg abgeklebt. Die Aktion sorgte in den Netzwerken für viel Aufsehen und natürlich wurden die Unbekannten auch von vielen Lesern wie Helden gefeiert.

Polizei hatte keine Ahnung

Wie es in Medienberichten heißt, war die Polizei in Ettlingen bislang noch nicht über die abgeklebten Radarfallen unterrichtet. So mancher Verkehrssünder, der diesen Radarfallen bereits unangenehm begegnet ist, dürfte sich über die Aktion freuen. Derzeit geht man davon aus, dass die Klebe-Aktion in der Nacht zum 1. Mai stattgefunden hat.

Vor einer Nachahmung der Tat ist jedoch abzuraten. Es handelt sich hierbei nicht nur um einen einfachen Streich, sondern tatsächlich um Sachbeschädigung und kann mit entsprechenden Strafen belangt werden.