Bei Karlsruhe: Schwimmende Solaranlagen wohl bald auf Epplesee

Foto: Aaron Klewer / ER24

Auf dem Epplesee soll es bald schwimmende Solaranlagen geben. Die Verhandlungen laufen bereits.

In Zeiten des Klimawandels lassen sich auch die Gemeinden bei Karlsruhe einiges einfallen, um mit der Zeit zu gehen und nachhaltig Energie zu erzeugen: So soll es bald schwimmende Solaranlagen auf dem Epplesee geben.

Schwimmende Solaranlagen auf dem Epplesee

Ganz in der Nähe, in Durmersheim, ist es bereits in Planung und auch auf dem Epplesee sollen bald Solaranlagen schwimmen. Das bestätigte Oberbürgermeister Sebastian Schrempp von der CDU in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Anwohner und Badegäste fragen sich, was das für sie bedeutet.

Am Epplesee betreibt ein Unternehmen Kiesabbau. Deshalb sei es notwendig gewesen, sich abzustimmen. So habe es bereits Gespräche mit der „Heidelberger Sand und Kies“ gegeben, ob es überhaupt denkbar sei, eine Anlage auf den See zu bringen. Wie bereits aus den vorangegangenen Berichten deutlich wurde, ist die „Heidelberger Sand und Kies“ sehr an dem Thema nachhaltige Energiegewinnung durch Photovoltaik interessiert. Man möchte sich nicht nur auf einzelne Standorte konzentrieren, sondern das ganze Thema auf die Region ausweiten.

Lesen Sie auch
Personalmangel: Karlsruher Schwimmbäder stehen vor Schließung

Keine Einschränkungen bei 15 Prozent Wasserfläche

In der Planungs- bzw. Vorbereitungsphase geht es vor allem um den gegenseitigen Austausch. Nur gemeinsam könne man die Energiewende voranbringen. Inzwischen gibt es an anderen Seen bereits Erfahrungen mit der Umsetzung von Photovoltaikanlagen. Auch wenn es viele Bürger interessiert, kann man noch keine konkreten Angaben über die Größe und die Dimensionen machen, die diese Anlage später einmal einnehmen wird.

Im Moment geht es erst einmal um die Genehmigung als wichtigste Voraussetzung. Grundsätzlich erlaubt der Gesetzgeber eine Photovoltaikanlage auf einem See. Sie darf aber nur bis zu 15 Prozent der gesamten Wasserfläche einnehmen. An dieser Stelle wird deutlich, dass es eigentlich nicht zu Einschränkungen für die Badegäste kommen kann. Es bleibt immer noch genügend Platz, um sich im kühlen Nass zu erfrischen. Es bleibt abzuwarten, wie die Verhandlungen und Planungen vorangehen und ob schon bald die ersten Solarzellen auf dem Epplesee schwimmen.