Bombe aufgetaucht: Stadt bei Karlsruhe wurde komplett evakuiert

Ein Stadtgebiet ist mit einem Flatterband der Feuerwehr abgesperrt und zur Sperrzone erklärt
Symbolbild © imago/Gottfried Czepluch

Am Dienstag ist in einer Stadt bei Karlsruhe eine Bombe aufgetaucht, sodass die Ortschaft komplett evakuiert wurde. Auch eine wichtige Straße musste man über Stunden hinweg sperren, um auf Nummer sicher zu gehen.

Gegen 19:30 Uhr wurde in der Nähe von Karlsruhe eine alte Weltkriegsbombe gesprengt. Die ganze Stadt musste dazu evakuiert werden. Die Bombe hatten Bauarbeiter zuvor in einem Industriegebiet nahe der Autobahn A5 entdeckt.

Stadt bei Karlsruhe komplett evakuiert

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hatte im Vorfeld festgestellt, dass ein Abtransport der Bombe unter keinen Umständen möglich sei. Man müsse sie wohl oder übel sprengen. Das war mit einem hohen Risiko verbunden. Schließlich ist es nicht einfach, das Ausmaß einzuschätzen. Deshalb entschied man sich, alles im Umkreis von einem Kilometer um den Bombenfund zu evakuieren und zu sichern.

Bei Bauarbeiten bei Rastatt-Nord entdeckt

Die Bombe hatte ein Gesamtgewicht von 250 Kilogramm. Sie stammte aus dem Zweiten Weltkrieg. Inzwischen hat man die Evakuierung längst wieder aufgehoben. Insgesamt mussten 200 Anwohner ihre Häuser verlassen, vielleicht auch mit einem mulmigen Gefühl. Zwischenzeitlich war auch die A5 gesperrt und der Bahnverkehr stand teilweise still, um die Sprengung durchführen zu können. Zuvor hatte man im Industriegebiet an der Autobahnanschlussstelle Rastatt-Nord Bauarbeiten durchgeführt und dabei den Blindgänger entdeckt.

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Kurz nach dem Fund waren erst einmal Absperrungen im Umkreis von 500 Metern um die Bombe nötig. Zunächst hatte man noch gehofft, die Bombe entschärfen zu können. Doch diese Hoffnung hielt nicht stand. Der gesamte Stadtteil Rauental musste evakuiert werden, ebenso das Industriegebiet. Die Bevölkerung fand zunächst Obdach in der Oberwaldhalle, die Evakuierung erfolgte am Abend. Die Betreuung erfolgte durch Mitarbeiter des DRK und der Stadt.

Hohe Sicherheitsmaßnahmen bei der Sprengung

Um den Schaden so gering wie möglich zu halten, haben die Einsatzkräfte die Bombe zunächst mit Sand abgedeckt. Außerdem stand direkt über dem Fundort ein Wassertank. So ließ sich ein entstehender Feuerball klein halten. Einige der Bomben im Boden sind sehr instabil und empfindlich. Allein die Erschütterungen durch die Bauarbeiten könnten sie zum Explodieren bringen. Glücklicherweise ging dieses Mal alles gut und die Bürger konnten in ihre Häuser zurückkehren.