Dem Klima zuliebe: Neuer Stoff soll in Karlsruher Leitungen fließen

Ein Leitungssystem zur Versorgung der Menschen mit Wärme in einer Fabrik oder in einem großen Gebäude
Symbolbild © istockphoto/Elmar Gubisch

Der aktuelle Energieplan stößt in Karlsruhe auf Kritik. Nun soll in der Fächerstadt ein neuer Stoff durch die Leitungen fließen. In der Bevölkerung macht sich Skepsis breit.

Dabei geht es vor allem um nachhaltiges Heizen und ein klimafreundliches Konzept für die ganze Stadt. Demnach soll in Karlsruhe ein neuer Stoff durch die Leitungen fließen. Dazu liegt ein 36-seitiger Antrag vor, der derzeit diskutiert wird. Im Kern geht es den Fraktionen darum, den aktuellen Energieplan zu verbessern.

Neuer Stoff soll durch Karlsruher Leitungen fließen

Der aktuelle Plan sei gut gemeint, aber surreal, heißt es von der anderen Seite. So soll in Karlsruhe ein neuer Stoff durch die Leitungen fließen. Die Rede ist von Wasserstoff. Im Energieleitplan geht es vor allem darum, dass Karlsruhe mit den bisherigen Maßnahmen das Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden, verfehlen wird. Seitens BUND hat man den Plan bereits öffentlich kritisiert. Gefordert wurde eine transparente Kampagne, die informiert und detaillierte Zeitvorgaben macht. Die Stadt hat wohl den eigentlichen Wärmeplan als Energieplan bezeichnet und damit einen konkreten Zeitplan für die Umsetzung der Maßnahmen umgangen. Ein Vorwurf, der schwer wiegt und immer wieder zu Protestaktionen führt.

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Forderung nach konkreten Angaben und Zielen

Derzeit stoßen andere Fraktionen vor und gehen in die Offensive. Sie fordern ein Erwachen im Gemeinderat. Auf Basis naturwissenschaftlicher fundierte Erkenntnisse möchte man ein Konzept vorlegen und das Thema dabei nicht zu komplex angehen. Es sei wohl keine Lösung, den aktuellen Plan einfach so abzusegnen. So bleibt die Frage im Raum stehen, ob ein neuer Stoff wohl durch Karlsruher Leitungen fließen soll.

Man hat in einem Positionspapier festgestellt, dass Wasserstoff als neuer Stoff durch die Heizungen fließen kann, aber immer nur eine Ergänzung ist. Die elementaren Bausteine in diesem Zusammenhang sind die Elektromobilität, die Wärmepumpen und die Stromversorgung. Jetzt ist es die Aufgabe, die konkreten Kosten für solch nachhaltige Heizungssysteme in dem Leitplan aufzuschlüsseln und detailliert zu benennen.