Marode Kindertagesstätte in Karlsruhe – Kinder essen auf Boden

Kita mit Kindern im Hof
Symbolbild

Zahlreiche Eltern haben einen offenen Brief an den Gemeinderat geschrieben. Anlass ist eine marode Kindertagesstätte in Karlsruhe. Dort müssen die Kinder inzwischen sogar auf dem Boden essen.

Dass die Zustände in dieser Einrichtung schon seit Jahren bedenklich sind, ist bekannt. Jetzt macht diese marode Kindertagesstätte St. Josef in Karlsruhe Schlagzeilen. Dabei hatte der Gemeinderat die Sanierung bereits beschlossen. Hinzu kam in diesem Jahr ein Wasserschaden im Keller. Dieser Bereich wurde von den Kindern bisher als Bewegungsraum und Speisesaal genutzt.

Marode Kindertagesstätte in Karlsruhe mit Wasserschaden

Der Wasserschaden in der maroden Kindertagesstätte in Karlsruhe, in Stutensee-Blankenloch hatte zur Folge, dass der gesamte Estrich und Boden entfernt werden mussten. Der einzige Aufenthalts- und Bewegungsraum befindet sich nun im Rohbauzustand. Viele Eltern halten das nicht mehr aus und haben sich entschlossen, einen offenen Brief an den Gemeinderat zu schreiben. Die Situation in dieser maroden Kindertagesstätte in Karlsruhe ist mehr als verfahren. Innerhalb von zwei Tagen haben die Eltern Unterschriften gesammelt und den Brief übergeben.

Einige Kinder müssen auf dem Boden essen

Nach Angaben der Eltern sollen in dieser Kita nur noch Ganztagskinder ein Mittagessen bekommen. Einige Gruppen müssen dann sogar im Gruppenraum auf dem Boden essen, weil einfach der Platz fehlt. Für viele Kinder ist das ein unhaltbarer Zustand, manche wollen so nicht essen und weinen, heißt es vonseiten der Eltern. Der verbleibende nutzbare Raum in der Kita ist wohl auch noch überfüllt. Dies führt zu einer enormen Belastung für Kinder und Betreuer und zu einem hohen Lärmpegel. Für die durch den Wasserschaden gesperrten Sanitäranlagen und den Klangraum gibt es bisher keinen Ersatz.

Stadtverwaltung vertröstet Eltern, Erzieher und Kinder

Den Eltern und Erziehern bleibt nur der Trost, dass die Stadtverwaltung den Wasserschaden erst untersuchen und dann die Sanierungsmaßnahmen einleiten will. Doch bis es so weit ist, kann es noch bis Februar nächsten Jahres dauern. Bis dahin müssen die Kinder mit der Situation zurechtkommen. Die Eltern haben sich auch einen Termin für ein Gespräch mit der Stadtverwaltung gewünscht, aber auch hier hat die Stadtverwaltung noch keinen Terminvorschlag gemacht.