Erste Infektion: Seltene Krankheit breitet sich im Kreis Karlsruhe aus

Eine Person mit einem Schutzanzug und einer Maske sowie Mundschutz entsorgt gerade gefährliche Stoffe. Sie trägt Handschuhe, um sich mit dem Virus nicht zu infizieren.
Symbolbild © istockphoto/Jeronimo Saravia

In Stutensee-Spöck wurde eine erste Infektion mit einem gefährlichen Bakterium festgestellt. Nun wird befürchtet, dass sich die seltene Krankheit langsam im Kreis Karlsruhe ausbreitet. Auch Experten sind alarmiert.

Die neuesten Nachrichten sind äußerst beunruhigend, denn im Kreis Karlsruhe breitet sich eine seltene Krankheit aus. Der Erreger und ein infiziertes Tier wurden bereits gefunden. Das Bakterium kann auch auf den Menschen übertragen werden und stellt somit eine große Gefahr dar. Deshalb gibt es jetzt eine offizielle Warnung.

Seltene Krankheit breitet sich im Kreis Karlsruhe aus

Tularämie ist der Fachbegriff für die Krankheit, die sich aktuell im Landkreis Karlsruhe ausbreitet. Verursacher ist das Bakterium Francisella tularensis. Mit ihm können sich neben Nagetieren auch Vögel und Hasenartige infizieren. Bereits im vergangenen Jahr musste das Veterinäramt Stutensee einige Funde infizierter Tiere im Landkreis Karlsruhe melden.

Bei der gefährlichen Krankheit, die sich nun im Landkreis Karlsruhe ausbreitet, handelt es sich um die Hasenpest. Das Bakterium ist nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen gefährlich. Denn die Bakterien sind auf den menschlichen Organismus übertragbar. Der jüngste Fund eines infizierten Feldhasen im Landkreis Karlsruhe lässt vermuten, dass sich das Tier bei anderen erkrankten Tieren angesteckt hat.

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Ansteckungsgefahr mit gefährlicher Krankheit

Nach Expertenmeinung beträgt die Inkubationszeit drei bis fünf Tage. Zunächst macht sich die Pest mit grippeähnlichen Symptomen bemerkbar. Dazu gehören Gliederschmerzen sowie Kopfschmerzen und Fieber, Erbrechen und Durchfall, aber auch geschwollene Lymphknoten. Besonders wichtig ist es, die Krankheit schnell zu erkennen und mit Antibiotika zu behandeln. Denn die Infektionskrankheit endet beim Menschen in 33 Prozent der Fälle tödlich.

Wird ein Tier wie der Feldhase mit der Pest infiziert, stirbt es innerhalb weniger Tage. Erkrankte Tiere verlieren allmählich ihre Scheu und lassen sich sogar von Menschen fangen. Man sollte also sehr misstrauisch werden, wenn Wildtiere nicht fliehen, wenn man ihnen in freier Wildbahn begegnet. Selten infizieren sich auch Hunde und Katzen mit der Hasenpest. Inwieweit sich diese schwere Krankheit auf die Hasenpopulation hierzulande auswirkt, ist noch nicht absehbar.