Erste schwimmende Solaranlage auf Karlsruher Baggersee

Eine schwimmende Solaranlage auf der Oberfläche eines Baggersees
Symbolbild © istockphoto/:Nisangha

Nun gibt es eine wasserrechtliche Genehmigung für die erste schwimmende Solaranlage auf einem Baggersee Nahe Karlsruhe. Die Genehmigung liegt dem Landratsamt bereits vor.

Es wird die erste schwimmende Solaranlage auf einem Karlsruher Baggersee. Geplant ist die Anlage auf dem Philippsee in Bad Schönborn. Dieser liegt im Ortsteil Langenbrücken. Insgesamt soll die Solaranlage eine Fläche von 8,7 Hektar umfassen.

Schwimmendes Solarkraftwerk auf Karlsruher Baggersee

Das Landratsamt in Karlsruhe hat die wasserrechtliche Genehmigung für die erste schwimmende Solaranlage auf einem Karlsruher Baggersee erteilt. Damit hat man alle Voraussetzungen für den geplanten Start geschaffen. Dies geht aus einer offiziellen Pressemitteilung hervor. Gewässerökologie und Energieerzeugung müssen kein Widerspruch sein, wie das Projekt in Bad Schönborn zeigen soll. Das Solarkraftwerk soll sogar eine Leistung von 15 Megawatt Peak haben. Damit soll die Anlage unter anderem den Strombedarf des benachbarten Kieswerks decken.

Überschüssiger Strom soll direkt in das öffentliche Netz eingespeist werden. Außerdem will man die Wasserqualität des Baggersees regelmäßig kontrollieren. Daraus erhofft man sich Erkenntnisse für spätere Projekte auch auf anderen Seen. Der Betrieb der schwimmenden Solaranlage auf dem Karlsruher Baggersee ist zunächst auf 25 Jahre befristet. Danach wird entschieden, ob die Anlage bleiben darf und welchen Nutzen sie tatsächlich gebracht hat.

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Meilenstein für weitere Projekte in ganz Deutschland

Klaus Detlev Huge ist Bürgermeister der zuständigen Gemeinde. Er freut sich über die positive Entscheidung und sieht in der schwimmenden Solaranlage auf dem Karlsruher Baggersee einen Meilenstein für weitere Projekte. So soll die Anlage auf dem Philippsee zu einem Pilotprojekt werden, das den Ton für eine klimafreundliche Zukunft angibt.

Den nötigen Beschluss, um das Projekt umsetzen, habe man einstimmig gefasst. Alle Stimmberechtigten hätten sich dabei positiv zu dem Vorhaben geäußert. Dazu gehören neben den Badegästen zum Beispiel die Pächter der nahe gelegenen Restaurants, Angler und Surfer. So soll die Anlage den laufenden Betrieb nicht einschränken, sondern den See noch attraktiver für Gäste und Anwohner machen.