Für den Klimaschutz: In Karlsruhe werden Parkplätze gestrichen

Falschparker auf Straße.
Symbolbild © istockphoto/vinhdav

In Karlsruhe werden jetzt Parkplätze gestrichen. Stattdessen setzt die Stadt auf Fahrradstellplätze. Gerade bei Mehrfamilienhäusern führt das zu vielen Problemen. Nicht alle sind von der Idee begeistert. Zukünftig soll es nicht einmal mehr einen Parkplatz pro Wohnung in der Stadt geben.

In der Karlsruher Innenstadt gibt es seit einigen Jahren ein großes Problem: Parkplatzmangel. Nicht jeder, der in Karlsruhe unterwegs ist, findet sofort einen Parkplatz für sein Auto. Dem steht das Bestreben der Stadtverwaltung gegenüber, noch mehr Parkplätze abzubauen und damit die Bürger dazu zu veranlassen, außerhalb zu parken oder auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Deshalb werden in Karlsruhe jetzt weitere Parkplätze gestrichen.

In Karlsruhe fallen Parkplätze weg

Derzeit prüft man neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, denn es soll in Zukunft weniger Parkplätze für Autos in Karlsruhe geben. Darüber muss der Gemeinderat in seiner Sitzung am 14. Mai jedoch noch entscheiden. Konkret geht es um die Veränderung der Stellplätze für Autos und Fahrräder in Karlsruhe. So soll die Zahl der Pkw-Stellplätze deutlich reduziert werden. Bisher galt die Regelung, dass pro Wohnung ein Stellplatz für ein Auto vor dem Haus vorhanden sein muss.

Diese Vorgabe will man nun in einigen Stadtteilen auf 0,5 Stellplätze pro Wohnung senken. Dazu zählen die Innenstadt, die Südstadt, die Oststadt, die Weststadt und Beiertheim. In Rintheim, Mühlburg, Bulach, Oberreut, in der Nordstadt, der Nordweststadt und der Durlacher Altstadt sollen es in Zukunft 0,7 Parkplätze pro Wohnung sein. Für alle anderen Stadtteile ändert sich nichts. Eine Ausnahme stellen Wohnungen in der Nähe von Haltestellen dar. Hier soll eine Reduzierung auf 0,8 Autostellplätze pro Wohnung erfolgen.

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Verbote und Vorschriften auf Grundstücken beachten

Im Gegenzug plant die Stadt, mehr Stellplätze für Fahrräder zur Verfügung zu stellen. Wer also längerfristig in Karlsruhe unterwegs ist, sollte sich vielleicht schon jetzt nach anderen Fortbewegungsmöglichkeiten umsehen. Die Vorschriften hören an dieser Stelle aber noch lange nicht auf. Grundstücksbesitzer müssen Weiteres beachten.

Weitere strenge Maßnahmen setzt das Karlsruher Bauordnungsamt beispielsweise in Knielingen bereits um. Sogenannte Schottergärten, die überwiegend aus Steinen bestehen, müssen schnellstmöglich zurückgebaut werden. Auch in Zukunft wird es eine Pflicht geben, einen bestimmten Anteil der Grundstücke zu begrünen. Wer also ein Haus oder ein Grundstück besitzt und dieses umbauen möchte, sollte vorher einen Blick in die Bauordnung werfen. Alles andere wird erheblich teurer. Man kann sicher sein, dass die Stadt und das Ordnungsamt die Begrünung im Vorgarten kontrollieren werden.