Hitzewelle: Erste Bäche im Landkreis Karlsruhe trocknen aus

Ein trockenes Flussbett oder ein Rinnsal durch die Natur
Symbolbild © istockphoto/Media Castle

Die Hitzewelle hat das ganze Land erfasst und lässt nicht mehr locker. Jetzt trocknen im Landkreis Karlsruhe die ersten Bäche aus.

In immer mehr Gemeinden trocknen im Landkreis Karlsruhe die ersten Bäche aus. Doch entgegen der aktuellen Entwicklung sieht man sich eigentlich gut auf einen heißen Sommer vorbereitet. Doch der Blick auf die Gewässer sagt etwas anderes.

Erste Bäche im Landkreis Karlsruhe fallen trocken

Der Grundwasserspiegel leidet unter der aktuellen Witterung. Wenn es überhaupt regnet, dann massiv und innerhalb kurzer Zeit, was der Natur relativ wenig nützt. Vorangegangene Jahrzenhte waren verhältnismäßig niederschlagsreich. Dadurch stiegen die Grundwasserstände leicht an. Generell ist aber festzustellen, dass die Niederschläge in den letzten Jahren immer geringer ausfallen, was zu einem Absinken des Grundwasserspiegels führt. Das bestätigt auch die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg. So hätten die vielen Regentage im März und April lediglich zu einer Stabilisierung der Grundwasserstände beigetragen.

Wie steht es um das Trinkwasser in den Karlsruher Gemeinden?

Die ersten Bäche im Landkreis Karlsruhe trocknen langsam aus. War die Wasserversorgung in den letzten Monaten noch gut, sind einige Quellen und Gräben bereits trocken. Das ist zumindest auch in der Gemeinde Pfinztal zu beobachten. So führt beispielsweise der Bocksbach nur noch wenig Wasser – vor Ort spricht man von Sickerwasser. Ausgenommen von der aktuellen Entwicklung ist die Talsohle der Pfinz. Allerdings macht man sich vor Ort derzeit keine Sorgen um die Wasserversorgung im Sommer und geht aktuell nicht von einer drohenden Wasserknappheit aus. Die Gemeinde beziehe ihr Trinkwasser sowohl von den Stadtwerken Karlsruhe als auch aus eigenen Tiefbrunnen.

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Zudem könne man in Zusammenarbeit mit dem Wasserzweckverband die Versorgung ganzjährig sicherstellen. Mahnende Worte gab es dennoch: Vor allem die Flächenversiegelung solle reduziert werden. Im Gegenzug müsse es mehr versiegelte Flächen geben, um den Grundwasserspiegel zu sichern. So betrachten viele die aktuelle Entwicklung mit Sorge, da es aufgrund des Klimawandels in Zukunft nicht mehr selbstverständlich sein wird, dass immer genügend Trink- und Brauchwasser in guter Qualität zur Verfügung steht.